Weißenhorn hat jetzt kaum noch Chancen auf Platz zehn

Weißenhorn Lich liegt den Zweitliga-Basketballern der BG Illertal-Weißenhorn einfach nicht: In der vergangenen Saison verloren sie bereits zwei Mal gegen die hessischen BasketBären und auch in der laufenden Spielzeit gingen die Fuggerstädter leer aus. Im Rückspiel mussten sie sich gestern in der heimischen Dreifachturnhalle mit 72:86 (36:41) geschlagen geben. Von den starken Offensivvorstellungen der vergangenen Wochen war dabei überhaupt nichts zu sehen, aber auch defensiv präsentierten sich die Weißenhorner zu lahm und zu lasch. In den drei noch ausstehenden Partien der regulären Saison haben sie nun kaum noch Chancen auf den zehnten Tabellenplatz.
„Natürlich war der Gegner gut auf unsere Systeme eingestellt. Aber das darf keine Ausrede sein, unsere Offensive war heute einfach viel zu harmlos“, analysierte Vereinschef Jochen Seif. Kaum ein Weißenhorner Spieler hatte diesmal Normalform, auch das Zusammenspiel entsprach nicht den Vorstellungen von Seif: „Wenn nur Einzelspieler auf dem Feld stehen, kann man nicht gewinnen.“
Lediglich in der Anfangsphase waren die Weißenhorner das bessere Team, nach vier Minuten hieß es 9:6. Doch drehte Blake Young kurz darauf das Spiel zum 11:9 und diese Führung verteidigten die Licher bis zum Ende. Nach dem ersten Spielabschnitt lagen die BasketBären mit sieben Punkten Differenz vorne (22:15), drei Minuten vor der Halbzeitpause waren es schon neun Zähler (36:27). Immerhin fanden die Weißenhorner in der verbleibenden Spielzeit des zweiten Viertels noch einmal ins Spiel zurück und verkürzten den Rückstand auf zwei Punkte (36:38). Nico Dilukila besorgte 29 Sekunden vor der Pause per Dreier die Licher 41:36-Halbzeitführung.
Im dritten Viertel nutzten die Hessen das schläfrige Defensivverhalten der Weißenhorner gnadenlos aus. Fast jeden Angriff konnten die BasketBären abschließen und sich schnell absetzen. Drei Minuten vor Ende des Viertels lagen sie mit 67:48 in Front. Dass die Weißenhorner neben sich standen, zeigten auch einige schlimme Abspielfehler. Mehrmals landete der Ball direkt in den Händen des Gegners. Zwar spielten die Fuggerstädter in den letzten Minuten mit deutlich mehr Herz, aber in Bedrängnis bringen konnten sie den Tabellenachten nicht mehr.
BG Illertal-Weißenhorn: Oladipo (18 Punkte), Mercer (15), Jones (11), Falkner (9), M. Wenzl (6), Simic (4), Butler (3), Heberlein (3), Vojkovic (3), A. Wenzl.
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