Neu-Ulm/Pfuhl John Bryant watschelt im Entengang vor den Kindern her, demonstriert Dribbling und Dunking, schreibt Autogramme und beantwortet Fragen der Grundschüler zu seinem Alter (27), seiner Lieblingsfarbe (schwarz) und dazu, was er so am liebsten am Computer zockt (Sportspiele). "Ich liebe Kinder und möchte nach meiner Karriere selber Lehrer werden", verrät der Basketballprofi von Ratiopharm Ulm.


Die Pfuhler Schüler der Klassen 4 c und 4 d lieben ihrerseits John Bryant und diesen so ganz und gar ungewöhnlichen Sportunterricht. "Das war mal richtig cool", strahlt die zehnjährige Julia, die schon oft bei Spielen am Kuhberg war und selber Leichtathletik betreibt: "Aber jetzt finde ich auch Basketball voll interessant." Ihr Klassenkamerad Finn durfte sogar schon mal bei einem Heimspiel an der Hand eines Spielers einlaufen und entsprechend hat auch er die gestrige Sportstunde genossen: "Sehr sehr toll."
Julia und Finn sind zwei von insgesamt 7000 Kindern in den Kreisen Neu-Ulm und Alb-Donau, die in den vergangenen zwei Jahren von der Mini-Offensive der Ulmer Basketballer profitiert haben. Nun droht der Initiative das Aus, denn die Sparkasse Ulm als bisheriger Sponsor steigt aus. Für einen Fortbestand macht sich unter anderem Dr. Monika Stolz stark. "So etwas darf nicht wie ein Feuerwerk in sich zusammenfallen", sagte die baden-württembergische Sozialministerin und Schirmherrin gestern in Pfuhl.
Rund 50 000 Euro pro Schuljahr müsste ein neuer Sponsor aufbringen und es gibt immerhin Grund zur Hoffnung. Dem Vernehmen nach laufen Gespräche mit potenziellen neuen Geldgebern.
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