Göttingen Einen Auftritt wie am Samstag in Göttingen hatte Mike Taylor in fast sieben Jahren in Ulm noch nie. Drei Sekunden vor dem Ende ereiferte sich der Trainer des schwäbischen Basketball-Bundesligisten so lange und heftig über die diversen Entscheidungen des Schiedsrichter-Gespanns, bis er schließlich disqualifiziert und aus der Halle geschickt wurde. Der Göttinger Chris Oliver verwandelte anschließend eiskalt insgesamt acht Freiwürfe zum letztlich nach den nackten Zahlen deutlichen 80:69 (42:32)-Sieg seiner Mannschaft und die Ulmer müssen neben einer Geldstrafe eine Sperre ihres Trainers befürchten.


Der hatte ebenso wie seine Mannschaft zuvor an einer faustdicken Überraschung geschnuppert, denn die Ulmer hatten auch ohne den verletzten Robin Benzing die "Veilchen" am Rande der ersten Heimniederlage.
Dabei schien die Partie zunächst ebenso zu laufen, wie die zehn anderen zuvor in dieser Saison in der Göttinger Lokhalle. Die Gastgeber hatten ein deutliches Übergewicht bei den Offensivrebounds und nutzten ihre zweiten und dritten Chancen immer wieder zu Korberfolgen. Nach einem 12:0-Lauf der "Veilchen" führte Göttingen nach 17 Minuten deutlich und scheinbar entscheidend mit 42:28.
Aber nach Wiederbeginn rafften die Ulmer sich zu einer imposanten Energieleistung auf. Nach einer 9:0-Serie verkürzte Rocky Trice an seiner früheren Wirkungsstätte auf 62:59 (32.), der auch am Samstag wieder starke Kapitän Lee Humphrey stellte zunächst mit seinem fünften Dreier auf 67:62 und anschließend mit drei Freiwürfen auf 67:65. Nach einem erneuten Korb von Trice leuchtete das 67:67 von der Anzeigetafel und in der ausverkauften Lokhalle wurde es ruhig.
Doch die dramatische Endphase und die sportliche Entscheidung fielen aus. Der Sieger der Partie wurde am Samstag nach einer Serie von technischen Fouls gegen Per Günther und Mike Taylor statt dessen mit acht Freiwürfen ermittelt.
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