Bellenberg Obwohl seine Mannschaft gar nicht beteiligt war, war es für den FV Bellenberg das Spiel des Jahres. Wann hatten sich auf seinem gepflegten Rasen schon einmal zwei Fußball-Erstligaklubs gegenüber gestanden! Gestern war es soweit. Bundesligist 1. FC Nürnberg und der griechische Erstligist Skoda Xanthi trafen beim Bezirksliga-Aufsteiger aufeinander und am Ende der nassen, glitschigen 90 Minuten endete das Vorbereitungsspiel mit einem gerechten 1:1. Von Stefan Kümmritz
So an die 1000 Fans waren zur Sportanlage des FV Bellenberg gepilgert. Es sollte keinen heißen Abend geben. Erst öffnete Petrus seine Schleusen zu einem Hagelschauer, dann pünktlich zu Spielbeginn ließ er ein zünftiges Gewitter über den Platz ziehen und nach kurzer Beruhigung schickte er die Zuschauer nach einem netten Spiel mit gelungenen Passagen, aber auch einigem Leerlauf bei permanentem, leichtem Regen wieder heim.
Der Trainer der Griechen, Wolfgang Wolf, machte keinen Hehl daraus, dass er den Nürnbergern immer noch stark verbunden ist. "Ich habe mich auf den Club gefreut und drücke ihm immer die Daumen", sagte er. "Ich habe noch viele gute Kontakte nach Nürnberg." Auch Wolf hatte bemerkt, dass der 1. FCN in der Vorbereitung weiter ist. Dies wurde vor allem in der ersten Halbzeit deutlich, als der Club mehr Druck machte, den Gegner oft früh störte. Vor allem über rechts startete der Bundesligist einige gefährliche Angriffe. In der 15. Minute wurde Albert Bunjaku steil geschickt und er setzte den Ball am Torhüter vorbei ins Netz. Weitere Chancen blieben ungenutzt.
Nach der Pause wurde viel gewechselt und nun fand das Team aus Xanthi besser ins Spiel. Für den Ausgleich zum 1:1 war dann Jaroslaw Kolbas verantwortlich. Fast im Gegenzug setzte Club-Spieler Angelos Charisteas den Ball aus bester Position übers Tor.
Nürnbergs Trainer Michael Oenning war mit dem Test zufrieden: "Das war für uns ein wichtiges Spiel. Schließlich geht es jetzt auf Pokal und Bundesliga zu. Geärgert habe ich mich nur über das Gegentor." Dafür durften sich jugendliche Fans noch über das eine oder andere Autogramm freuen.
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