Samstag, 18. November 2017

17. Januar 2016 15:40 Uhr

Ingolstadt

22-jährige Schwangere tot in Donau entdeckt - Verdächtiger schweigt

Nach dem Tod einer jungen schwangeren Ingolstädterin sitzt ein 24-jähriger Verdächtiger weiter in U-Haft.

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Die Staatsanwaltschaft Ingolstadt ermittelt wegen eines „vorsätzlichen Tötungsdeliktes" gegen den 24-Jährigen.
Foto: Heinz Reiß

Der Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord, Hans-Peter Kammer, sagt: „Wir haben nichts Neues“ und verweist im Übrigen auf die Staatsanwaltschaft Ingolstadt. Der Sprecher der Staatsanwaltschaft Ingolstadt, Nicolas Kaczynski, sagt auf Anfrage: „Die Ermittlungen dauern an und zu den näheren Umständen machen wir keine Angaben.“ Der Anwalt des nach wie vor dringend Tatverdächtigen 24-Jährigen aus dem südlichen Landkreis Eichstätt, der Ingolstädter Strafverteidiger Jörg Gragert, möchte sich derzeit auch nicht zur Sache äußern. Außer: Sein Mandant sitze nach wie vor in U-Haft.

Am 29. November des vergangenen Jahres, einem Sonntag, hatte ein Spaziergänger um 8.40 Uhr eine leblose Person in der Donau treiben sehen. In der kleinen Ausbuchtung zwischen der Schiller- und Autobahnbrücke etwa auf Höhe des TÜV. Die Feuerwehr barg dort wenig später den Leichnam einer 22-jährigen schwangeren Frau aus Ingolstadt.

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Bereits am Sonntagnachmittag dann nahm die Polizei einen 24-jährigen Mann fest. Und an jenem Sonntagabend bestätigte die Obduktion den Verdacht der Polizei: Die Frau starb eines unnatürlichen Todes. Ihr Körper sei nach Polizeiangaben „massiv“ verletzt gewesen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen eines „vorsätzlichen Tötungsdeliktes“.

Am Montag wird der verdächtige Bundeswehrangehörige dem Haftrichter vorgeführt. Er schweigt. Es wird Untersuchungshaft angeordnet. Verteidiger Gragert sagt nach dem Termin, die Vorwürfe gegen seinen Mandanten beruhten lediglich auf Indizien, konkrete Spuren gebe es derzeit nicht. Eine zunächst 25-köpfige Ermittlungsgruppe „Donaustrand“ macht sich mit erheblichem Aufwand auf die Suche nach der mutmaßlichen Tatwaffe. In der Donau und rund um den Fundort der Leiche. Es werden umfangreiche Anwohnerbefragungen durchgeführt.

Ermittlungen dauern noch an

Beim Landeskriminalamt wird ein Gutachten in Auftrag gegeben, ob der Tatverdächtige der Vater des ungeborenen Kindes ist. Der Verdächtige sei den Beamten bisher nicht einschlägig aufgefallen, hatte es am Anfang der Ermittlungen von der Polizei geheißen. Wie geht es nun weiter? Ob er möglicherweise einen Haftprüfungstermin beantragt, darüber wird Verteidiger Gragert kommende Woche entscheiden.

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Stefan Küpper

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