Donnerstag, 22. Februar 2018

11. Januar 2010 19:20 Uhr

Antritt im Schneegestöber

Neuburg Der Verteidigungsminister lacht, fragt man ihn, wann es denn neue Eurofighter für das Neuburger Jagdgeschwader 74 gibt. Er lacht sehr charmant, aber die Antwort bleibt er trotzdem schuldig. "Alles zu seiner Zeit", sagt er und geht davon. Von barbara Feneberg

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Zeit war gestern Nachmittag vor allem für das große Kennenlernen. Zu Guttenberg absolvierte seinen Antrittsbesuch bei der Luftwaffe auf dem Neuburger Flugplatz. Generalleutnant Aarne Kreuzinger-Janik, Inspekteur der Luftwaffe, spielte gerne den Gastgeber und begrüßte den Verteidigungsminister, der mit dunkelblauem Wollmantel gegen 13.30 Uhr bei leichtem Schneefall aus der Transall stieg.

Ein kleiner Vortrag verschaffte zu Guttenberg einen Überblick über die Luftwaffe - also vermutlich über Dinge, die er schon wusste. Doch Keuzinger-Janik sprach nicht nur über das Leistungsspektrum der Luftwaffe, sondern auch über deren Probleme: "Neue Waffensysteme stehen uns später zur Verfügung oder erfüllen nicht die geforderten Funktionen", sagte der Inspekteur in Anspielung an die ausstehenden Eurofighter und Probleme beim Transportflugzeug A400M. Davon sei die gesamte Organisation der Luftwaffe betroffen. Zu Guttenberg hörte geduldig zu und trug sich ins goldene Buch des Geschwaders ein, während der leichte Schneefall in dicke Flocken überging.

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Der Höhepunkt des Besuchs - der Start der Alarmrotte - blieb dann auch aus: Zu riskant sei es gewesen, wenn die Eurofighter mit über 300 Stundenkilometern wieder auf dem mittlerweile tief verschneiten Flugfeld hätten landen sollen. Stattdessen rollten die Jagdflugzeuge nur am Verteidigungsminister vorbei.

"Total locker"

Tornado, Eurofighter und Phantom ließ sich zu Guttenberg von Neuburger Soldaten erklären. Doch ins Cockpit des Eurofighters wollte er sich dann doch nicht setzen. "Er war total locker und hat sehr offen und interessiert Fragen gestellt", sagt Fluggerätemechanikerin Diana Gramlich, die dem Minister persönlich die Hand gab. Der Minister wagte sich dann doch vor die Mikrophone der versammelten Presseschar. Ursprünglich wollte zu Guttenberg kein Interview geben, was bei Besuchen dieser Art eigentlich immer üblich ist. Doch nachdem 32 Journalisten aus Berlin und 20 weitere aus Bayern zu Guttenberg durchs Jagdgeschwader folgten, waren dann ein paar Fragen doch erlaubt. Die Hauptstadtjournalisten interessierten sich freilich mehr für das gestrige Gespräch mit Bischöfin Käßmann und die Führungsstärke der Kanzlerin (siehe Politik). Da gab es auch noch Antworten. Bis eben die Frage nach den Eurofightern gestellt wurde. Da gab es dann nur noch ein charmantes Lächeln.

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neuburger-rundschau.de/lokales

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