Ingolstadt Da könnte die Kasse klingeln: Ingolstadt verkauft 41000 Quadratmeter Bauland auf dem ehemaligen Pioniergelände. Offeriert werden die Flächen über einen Bieterwettbewerb.
Der läuft am Montag aus, dann wird es spannend: Welche potenten Bauträger (aus der Region?) wollen etwas abhaben von dem riesigen Kuchen in guter Lage zur Altstadt? Als Mindestgebot hat der Stadtrat 425 Euro plus 50 Euro Erschließungsbeitrag festgesetzt. Auf dem hinteren Areal in reizvoller Nähe zur Donau können auch sehr großzügige Einfamilienhäuser gebaut werden. IFG-Geschäftsführer Dr. Werner Richler ist schon sehr gespannt, was für diese Filetstücke geboten wird.
Die städtische Wirtschaftsförderungsgesellschaft vermarktet – neben vielen anderen – auch dieses Projekt. Im ersten Schritt wurden die alten Klinkerbauten der Kaserne an Bauträger verkauft, die darin Studentenwohnungen realisieren werden. Das Interesse war groß, weil es auch an günstigem Wohnraum für Studenten fehlt.
Das gesamte Areal der Pionierkaserne umfasst 85000 Quadratmeter. Weil die sogenannte Geschossflächenzahl für diesen Bebauungsplan auf eine großzügige 1,0 gestellt wurde, können auf dem Areal auch exakt 85000 Quadratmeter Wohnraum entstehen. Das erhöht den Anreiz für die Investoren. Das gesamte Vorhaben umfasst laut Richler inklusive Erschließung ein Invest von immerhin 175 Millionen Euro.
Gießereigelände, Tunnelbau und neue Parkhäuser
Das größte Projekt der IFG rollt auf dem Gießereigelände an, für das Richlers Geschäftsführerkollege Herbert Lorenz zuständig ist. Der Bau der Tiefgarage mit 1200 Plätzen wird demnächst begonnen. Das unterirdische Parkdeck kostet allein 36 Millionen Euro. Weiterhin stehen noch in diesem Jahr die Fortführung des Tunnels unter dem Hauptbahnhof in Richtung Ringsee sowie am Ende des Tunnels ein neues Parkhaus an. Ebenfalls noch heuer will Richler die Vergrößerung des bestehenden Parkhauses direkt beim Hauptbahnhof angehen. Allerdings bestehen da noch ungelöste Baurechtsprobleme, die mit der Bahn gelöst werden müssen, doch diese Verhandlungen laufen sehr zäh.
Und dann ist da noch das gigantische Güterverkehrszentrum II, dessen Endausbau ansteht. Unter anderem fehlt noch die Verlängerung der Gaimersheimer Straße zum sogenannten Knoten Süd. Auf diese Realisierung warten viele Pendler. Mit der Fertigstellung wird der Verkehrsfluss um Audi dann nämlich wieder ein Stück besser.