Ingolstadt Alle reden von der Krise, doch Dieter Seehofer und seine Vorstandskollegen der Sparkasse lächeln den Crash auf den Finanzmärkten einfach weg. Krise, nicht bei der Sparkasse Ingolstadt. Der Sparkasse geht's gut, hervorragend sogar. Das sagen die Verantwortlichen - und präsentieren ein Rekordergebnis nach dem anderen.

Die blauen Flecken gab's im Jahr 2008, das muss auch Seehofer zugeben. Stichwort Bayerische Landesbank. Doch nach der milliardenschweren Geldspritze durch den Freistaat ist der Anteil der Sparkassen auf rund vier Prozent gesunken. Und damit sind sie vor weiteren bösen Überraschungen nahezu gefeit.
Lieber als über das Landesbank-Desaster spricht Seehofer vom gesellschaftlichen Engagement der Sparkasse. Denn deren Geschäftsmodell sieht vor, dass der Gewinn entweder in sichere Rücklagen fließt oder aber kulturellen, sozialen oder wissenschaftlichen Einrichtungen in der Region zugute kommt: Schulen, Vereinen, Kirchen, Theater...
Möglich ist das nur, weil es der Sparkasse so gut geht. Die Bilanzsumme liegt bei mehr als drei Milliarden Euro, bei den Privatkunden umfasst der Marktanteil knapp 50 Prozent. Insgesamt haben die Kunden mehr als zwei Milliarden Euro angelegt, ähnlich wie im Vorjahr. Zumeist kurzfristig, bei den niedrigen Zinsen im Moment.
Diese Einlagen der Sparer hat die Sparkasse besonders für den privaten Hausbau oder auch die Mittelstandsfinanzierung in der Region ausgegeben. Eine Kreditklemme gibt es sehr wohl, betonte Seehofer, nicht aber bei der Sparkasse Ingolstadt. Denn deren Kreditvolumen ist im vergangenen Jahr nochmal kräftig gewachsen. 427 Millionen Euro hat die Bank 2009 an neuen Krediten bewilligt - rund 35 Prozent mehr als noch im Vorjahr. Keine Veränderung gab es dagegen bei der Zahl der Mitarbeiter: Sie blieb exakt bei 792. (nr)
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