Wetter
Sa.
20°C
Wetter
So.
20°C

08. März 2010 14:40 Uhr

Ein gelber Kühlschrank als Labor

Ingolstadt Es sind Naturwissenschaftler, die unsere Existenz verantworten. Angela Merkel zum Beispiel - eine Physikerin. Ein anderer versucht's auf der Bühne. Vince Ebert, auch Physiker. Wenn er die Welt erklärt, dann braucht er einen gelben Kühlschrank. Vielleicht noch zwei Coladosen. Das reicht ihm. Und alle sind zufrieden und glauben, die Welt zu verstehen. Zumindest besser, als noch als einen halben Tag vorher. Ist eigentlich kein Wunder. "Bei keinem von uns sieht das Gehirn noch aus wie vor zwei Stunden." Das weiß Vince Ebert. Neuronen, Synapsen, alles ist in Bewegung. Und nur, weil der Mensch denkt. Dabei sieht's so aus, alle wäre das alles total unnütz. In der Natur: Die Amöbe lebt vor sich hin ohne zu denken - und wird den Menschen überleben. 1:0 gegen das Denken. Dann in der Politik: Das Rentensystem in Deutschland, von Politikern entwickelt, ist nichts als ein Schneeballsystem, ein Kettenbrief. Und das alles soll sicher sein? 2:0 gegen das Denken. Es geht abwärts mit dem Menschen und dem, was er scheinbar am besten kann. Doch Ebert selbst ist derjenige, der überhaupt nicht auf´s Denken verzichten will. Und kommt dabei zu überraschenden und erheiternden Parallelen. Sogar der profane Fremdgänger ist für Ebert ein plastisches Beispiel für die Heisenbergsche Unschärferelation. Wenn die Frau weiß, wohin ihr Mann auf Geschäftsreise fährt, weiß sie nicht, was er dort tut. Entdeckt sie den Lippenstift auf seinem Hemdkragen, weiß sie, was los war, aber nicht wo. Alles wie in der Quantenphysik. So macht Physik Spaß. Und auch Psychologie. Geiz ist alles andere als geil, hat Vince Ebert herausgefunden: "Geiz macht doof." Denn wer zu einer ukrainischen Kläranlage fliegt, nur weil der Flug für 99 Euro ein wahres Schnäppchen ist, bei dem ist die Energie fürs Denken falsch investiert. Nicht bei Ebert. Denn der zeigt, warum eine Coladose aus dem gelben Kühlschrank im Wasser versinkt, eine Cola-light-Dose aber schwimmt. Ein versöhnliches Ende gibt's dann auch noch: Denken lohnt sich doch. Und das Publikum geht mit der Erkenntnis nach Hause: Das Wühlen im Gehirn kann richtig sexy sein. Wenn der Wühler Vince Ebert ist.

Artikel kommentieren

Nachrichten in Ihrer Region
Augsburger Allgemeine Aichacher Nachrichten Augsburger Allgemeine Donau Zeitung Donauwörther Zeitung Friedberger Allgemeine Günzburger Zeitung Illertisser Zeitung Landsberger Tagblatt Mindelheimer Zeitung Mittewlschwäbische Nachrichten Neu-Ulmer Zeitung Neuburger Rundschau Rieser Nachrichten Schwabmünchner Allgemeine Wertinger Zeitung
Schlagzeilen aus der Nachbarschaft
Kennen Sie den TSV Neuburg?
Was wissen Sie über die Neuburger Rundschau?
Neu in den Foren

Neu in den Leserblogs
Veranstaltungen vom 26.05.2012
Aktuell meist gesucht

Feuerwehr | Augsburg | Bilder | Fasching | unfall | Au


Partnersuche