Donnerstag, 23. Mai 2013

16. Juni 2009 04:41 Uhr

"Eine Ehre"

Ingolstadt Schrille Gemälde machen auf Inszenierungen am Theater aufmerksam, eine innovative Leuchtreklame erinnert an den Bewerbungsschluss für die FH. Oder das Schanzer Pfingstvolksfest buhlt auf einem Plakat mit stilisierten Lebkuchenherzen um Besucher. Hinter all diesen Arbeiten steckt ein Name: xhoch4. Jetzt wird den Ingolstädter Designern eine hohe Ehre zuteil: Sie sind gerade für die höchste offizielle Designauszeichnung des Landes nominiert worden, den Designpreis der Bundesrepublik Deutschland 2010. Von Volker Linder

"Schon die Nominierung ist eine Ehre", findet René Arbeithuber. Denn bei dem vom Bundeswirtschaftsministerium ausgelobten Preis kann man sich nicht wie in der Branche üblich bewerben. Man wird ausgesucht. Genau das ist dem fünfköpfigen Team aus Ingolstadt jetzt passiert. Die Gestaltungsexperten im Ministerium haben sich die Geschäftsgestaltung ausgeguckt, die Arbeithuber schon vor über einem Jahr angefertigt hat - für die Schweizer Architekten Roskothen.

Die Chance auf den Designpreis der BRD hat sich xhoch4 mit einer vergleichsweise schlichten Arbeit verschafft: Das Logo in weiß und Grautönen spielt mit spitzen Winkeln, die das Architekturbüro bei einem Hallenbadbau verwendet hat. Blöcke, Kuverts, Visitenkarten, Adressaufkleber, fertig. "Eigentlich hatte ich die Arbeit schon abgehakt", gesteht Arbeithuber. Just in seinem Urlaub in New York wurde er dann an die Geschäftsausstattung angenehm erinnert. Die gute Nachricht kam ebenso schlicht daher wie die nominierte Arbeit: Das Wirtschaftsministerium hat die Wahl in einer schmucklosen E-Mail mitgeteilt.

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Trotz des jüngsten Erfolgs bleiben die Designer und Künstler, die gerade den Sprung von der Donau an die Isar gewagt haben, auf dem Boden der Tatsachen. Es ist noch keinen Monat her, da wurden sie für die Gestaltung des Spielzeithefts des Theaters Ingolstadt mit einem zweiten Platz beim European Design Award in Zürich ausgezeichnet. Bei den Chancen auf den höchsten Designpreis bleiben die Gestalter realistisch: "Bei so vielen Mitstreitern mache ich mir keine großen Hoffnungen auf den Preis", sagt Arbeithuber. "Ich freu mich einfach drüber." Und: "Außerdem ist das gut fürs Renommee."

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