Die Einsatzkräfte aus den südlichen Stadtteilen übten ihre Zusammenarbeit bei einer gemeinsamen Großübung. Sieben Kinder mussten gerettet werden
Sehensand Sieben Mädchen und Buben spielen in einer landwirtschaftlichen Scheune am Ortsrand von Sehensand. Plötzlich fällt ein Fass mit giftigem Inhalt um, Dämpfe treten aus, für die Kinder besteht Lebensgefahr. Was sich wie ein furchtbarer Unfall anhört, war am Sonntagnachmittag Szenario für die Großübung der südlichen Stadtteilfeuerwehren.
Anders als in den vergangenen Jahren, wo traditionell die Großübung der Feuerwehren Zell, Feldkirchen, Marienheim und Bruck am 31. Oktober stattgefunden hatte, heulten heuer am Sonntagnachmittag die Sirenen in den Stadtteilen südlich der Donau. Für die Übung hatten sich die Ausrichter, das waren heuer die Feldkirchener Floriansjünger, ein komplexes Manöver einfallen lassen. „Wir wollten eine Übung, ganz ohne Wasser, dafür mit vielfältigen Aufgaben zur technischen Hilfeleistung und Erste Hilfe“, sagte Robert Reichart, Kommandant und Einsatzleiter.
Schon vor dem Übungsbeginn wurden Valentin (15), Sabrina (11), Christian (17), Manuel (15), Pamela (10), Bastian (16) und Tobias (12) vom BRK-Team zu Opfern geschminkt. Die Mädchen und Buben versteckten sich im Vorfeld in der landwirtschaftlichen Halle der Familie Karpf. Nach der Alarmierung war die Feldkirchener Wehr zuerst vor Ort. Wegen des vielfältigen Aufgabenpakets wurden sofort weitere Wehren, die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung, das Technische Hilfswerk und Rettungskräfte des BRK zu Hilfe gerufen.
Suchhunde der Rettungsstaffel schnüffelten nach Opfern
In Minutenschnelle waren alle Rettungseinheiten westlich von Sehensand eingetroffen. Robert Reichart teilte die Wehren ein. Atemschutzträger machten sich auf die Suche nach den vermissten Kindern. In der vernebelten Halle wurden vorerst nur vier gefunden. Weitere drei Opfern wurde von Suchhunden der Rettungsstaffel aus Ingolstadt im Heuhaufen aufgespürt. Daneben wurde das elektrobetriebene Tor instand gesetzt, die Brucker Wehr legte vorsorglich eine Schlauchleitung aus dem rund 500 Meter entfernten Bach und das THW baute zusammen mit Helfern der Wehren eine Stützmauer im südlichen Teil der Halle auf.
Während das BRK die Opfer versorgte, arbeiteten die Floriansjünger mit dem THW Hand in Hand. Nicht nur dem Übungsleiter Reichart sowie den vielen Schaulustigen hatte die Übung gefallen, auch Kreisbrandrat Erwin Pfleger: „Das war ein vielfältiges Aufgabenpaket. Die Feuerwehren und auch das THW sowie BRK hatten Dank des sehr guten Ausbildungsstandes die Übung kompetent absolviert.“ Bei der anschließenden Manöverkritik waren sich alle einig: „Übung macht die Meister“, so Pfleger.
Bei uns im Internet
Bilder von der Großübung unter
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