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Verkehr: Eins, zwei, drei ... viele

Verkehr

Eins, zwei, drei ... viele

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    Geduld ist gefragt: Zur den Stoßzeiten geht es in den Hauptverkehrsadern der Neuburger Innenstadt nur schleppend voran.
    Geduld ist gefragt: Zur den Stoßzeiten geht es in den Hauptverkehrsadern der Neuburger Innenstadt nur schleppend voran. Foto: Gloria Brems

    Der genaue Termin für die Verkehrszählung und die Befragung der Autofahrer wird geheim gehalten, damit an diesem Tag niemand eine Alternativ-Route nimmt, um eventuellen Rückstauungen zu entgehen. „Das Ergebnis soll ja die Wirklichkeit abbilden“, sagt Torsten Brenner. Seine Stuttgarter Firma hat die Ausschreibung gewonnen und wird an zwei Tagen irgendwann in den kommenden Wochen rund 160 Interviewer nach Neuburg schicken, die zum einen die Fahrer befragen und an einem anderen Tag die Autos an den Knotenpunkten zählen. Uhrzeit und Fahrzeugart werden ebenfalls notiert. Selbstverständlich werden es keine Wochenenden sein und die Termine auch nicht in den Ferien liegen, versichert Brenner.

    Wo kommen Sie her? Wo wollen Sie hin? Und was ist der Zweck Ihrer Fahrt? Diese drei Fragen werden möglichst allen Autofahrern gestellt, die an jenem Tag über eine der großen Zufahrtsstraßen nach Neuburg hinein fahren. „Die Polizei wird die Fahrzeuge aufhalten, ein Interviewer springt ans Fenster, stellt die drei Fragen und nach rund 15 Sekunden ist alles erledigt“, sagt der Verkehrsplaner, der hofft, dass möglichst viele Autofahrer mitmachen. Neben der Befragung und der Verkehrszählung werden demografische und strukturelle Daten in die Analyse miteinfließen. So fließt aus Zahlen, wie zum Beispiel der Einwohnerverteilung oder der Arbeitsplatz- und Schulverteilung, auch der innerstädtischen Verkehr mit ein.

    Rund 40000 Euro lässt sich die Stadt das Gutachten kosten. Sie erhofft sich dafür ein Abbild der verkehrlichen Situation in der Neuburger Innenstadt und eine Analyse, welche Varianten für den Bau einer zweiten Donaubrücke in Frage kommen. Die Firma wird auch eine Empfehlung aussprechen, welche aus verkehrlicher Sicht am wirkungsvollsten wäre.

    Unbeachtet lässt das Gutachten alles, was die Kosten und die Umsetzung betrifft. Auf geschützte Naturgebiete nimmt es ebenso wenig Rücksicht wie auf einen gebeutelten Stadtsäckel. Das Gutachten in die Tat umzusetzen, ist dann die alleinige Aufgabe der Stadtoberen. Bis dahin sollten sie sich aber im Klaren sein, ob sie die Neuburger Innenstadt verkehrlich entlasten oder eine zweite Donaubrücke möglichst auslasten wollen.

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