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30. Januar 2010 15:25 Uhr

41. Donauschwimmen

Fast 1700 Teilnehmer gehen bei 2 Grad ins Wasser

Baden im Winter: Bei einer Wassertemperatur von 2,1 Grad sind am Samstag 1658 unerschrockene Teilnehmer des 41. Donauschwimmens bei Neuburg in die Donau gestiegen. Von Xaver Habermeier

Die Badesaison 2010 ist mit dem 41. Donauschwimmen, übrigens Europas größtem Winterschwimmen, eröffnet. Während zähneklappernde 5000 Zuschauer am Samstag in Neuburg bei zwei Grad am Ufer bibbern, haben 1658 unverfrorene Frauen und Männer in den zwei Grad "warmen" Fluten ihren Spaß.

Bei der diesjährigen Gaudi reisten 233 Gruppen aus ganz Europa in die Ottheinrichstadt, im Herzen Bayerns gelegen. Entstanden ist das Donauschwimmen keinesfalls als Amüsement.

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Die Premiere war für die Taucher der Wasserwacht Ortsgruppe eine Übung, um die Einsatzbereitschaft zu dieser Jahreszeit zu üben. "Schwimmen wir halt einfach mal runter", sagte Alois "Stutz" Paulus". Der Vorschlag wurde von den sieben Männern und einer Frau angenommen und was aus dem 1.Donauschwimmen vom 24. Januar 1970 geworden ist, war am Samstag wieder einmal rekordverdächtig. Zwar nicht von den Teilnehmern (vor sechs Jahren waren es 2190), aber von der Stimmung. Das Spektakel verlangt im Wasser und an Land verlangt einen enormen logistischen Aufwand.

Die 200 Helfer der Wasserwacht erhielten Unterstützung von Feuerwehren, THW, Sanitätskräften, neun Ärzte und Polizei, so dass insgesamt 390 Personen einen reibungslosen Ablauf garantierten. Pünktlich um 13 Uhr fiel der Startschuss. Bevor der schwimmende Faschingsumzug die Brücke erreichte, stürzten sich 15 Eisschwimmer johlend ins kalte Nass. Die "Eisbären" gelten - nur in Badehose oder Badeanzug - als Puristen und zählen jährlich als Höhepunkt.

Alle weiteren Unerschrockenen schützt ein doppelschichtiger Neoprenanzug. Der nasse Gaudiwurm war gespickt mit Besonderheiten. Die am weitest angereiste Gruppe kam aus Neuburgs Partnerstadt Sète (Südfrankreich). Die größte Einheit waren 50 Soldaten vom Jagdgeschwader 74, die mit einer Eurofighter - Attrappe und ihrem Kommodore Oberst Andreas Pfeiffer die vier Kilometer lange Strecke geschwommen sind. Die Motive der Aufbauten zielten auf politische Themen in Stadt und Land: etwa den Bankenskandal, Neuburger Baustellen und die Spendenaffäre. (Xaver Habermeier)

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