Neuburg (utb-) - Mit einer weiteren Investition von rund fünf Millionen Euro stärkt das Unternehmen Deutsche Rockwool erneut seinen Standort in Neuburg. Nach einer sechsmonatigen Umbauphase wurde gestern eine neue Fertigungslinie in Betrieb genommen. Erst in den Jahren 2005/2006 hatte Rockwool im Neuburger Werk 22 Millionen Euro in neue Technik investiert.

Auf der Anlage werden sogenannte Drahtnetzmatten hergestellt, die vor allem für die Dämmung von Industrieanlagen verwendet werden. Das Produkt an sich ist nicht neu. "Aber mit der neuen Maschine können wir unsere Qualität noch einmal verbessern und wir hoffen, so unsere Marktchancen weiter positiv beeinflussen zu können", sagte der technische Direktor Christoph Esser bei einem Werksrundgang.
Ein weiterer Vorteil der neuen Fertigungslinie ist die kompakte Verpackung. Die Matten werden nun nicht mehr einzeln, sondern im 21er-Pack auf kleine Paletten verpackt. Zudem reduziert die Anlage das Volumen je nach Größe um bis zu 50 Prozent. "Das ist eine Erleichterung für die Logistik und unsere Kunden."
Doch auch für den Standort an sich ist die Investition eine gute Nachricht. "Es bedeutet eine Sicherung des Standortes und der Arbeitsplätze hier", sagte OB Bernhard Gmehling. Auch der Neuburger Werksleiter Elmar Herrmann betonte: "Trotz der wirtschaftlich angespannten Situation blicken wir optimistisch in die Zukunft." Zwar merke man einen Rückgang im Industriebau, doch dies könne man durch Neuentwicklungen wie Isolierungen bei Solarkollektoren oder in Ziegeln auffangen. Auch im Sanierungsbereich laufe es nach wie vor gut. "Wir sind voll ausgelastet."
Grund genug für das Unternehmen auch im kommenden Jahr in Neuburg zu investieren. Laut Esser wolle man die Kapazitäten bei der Herstellung von Dämmung für Heizungsrohre ausweiten und plane daher die Anschaffung einer zweiten Rohrschalenanlage für knapp sechs Millionen Euro.
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