Freitag, 18. August 2017

19. September 2016 06:00 Uhr

In Neuburg

Gott sei Dank nur eine Übung

Brandschutz Die Feuerwehr demonstriert in verschiedenen Szenarien ihre Schlagkraft Von Xaver Habermeier

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Von Xaver Habermeier

Neuburg Hilferufe hallten am Samstagnachmittag aus dem Kunze-Haus, später waren es Hilfeschreie aus der Donau. Gott sei Dank handelte es sich dabei nur um Übungen der Freiwilligen Feuerwehr Neuburg.

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50 ehrenamtliche Wehrleute probten anhand verschiedener Szenarien im strömenden Regen am Donaukai sowie im Fluss Ernstfälle. Anders als bei ernsten Einsätzen waren die Schaulustigen bei den Aktionen erwünscht. Die Leistungsdemonstrationen hätten aber mehr Zuschauer verdient. Denn mit solchen Vorführungen zeigen die Floriansjünger, wie sie arbeiten, und auf was es bei Einsätzen ankomme.

Das Nass von oben störte die Wehrleute keinesfalls, schließlich werden sie das ganze Jahr über rund um die Uhr bei jedem Wind und Wetter alarmiert. So wie in den vergangenen Tagen bei den Brandanschlägen im Schwalbanger. Daneben waren es noch Unfälle. Insgesamt sind es in einem Jahr bereits etwa 380 Einsätze.

Derzeit zählt man 75 Aktive, darunter fünf Jugendliche. Laut Stadtbrandinspektor Christian Braun ist die Anzahl der verfügbaren Wehrleute teilweise grenzwertig, vor allem werktags am frühen Nachmittag bei Schichtwechsel. So hofft man mit den Demonstrationen aus dem Leistungsspektrum der Feuerwehren und zum Start in die bayernweite Aktionswoche mit dem Motto „Wenn die Katastrophe kommt, sind wir bereit. Komm, hilf mit“, auf den nachhaltigen Effekt, Nachwuchs für den Feuerwehrdienst zu gewinnen. Braun freute sich, dass bei der Schauübung die Feuerwehrführung aus dem Landkreis sowie Politiker zugeschaut haben. Moderiert und erklärt wurden die Szenarien von Stadtbrandmeister Markus Rieß. Gezeigt wurden die Übungen lehrbuchmäßig, vom Heranbrausen der Fahrzeuge, der Einteilung der Gruppen, dem Aufrüsten der Atemschutzträger bis hin zur Bereitstellung der Hilfsmittel, etwa des Drehleiterwagens.

Als Besonderheit war die Wasserentnahme für den Löscheinsatz aus der Donau. „Personenrettung steht bei Einsätzen an oberster Stelle“, erklärte Rieß. Bei dem Brandeinsatz im Kunze-Haus waren es zwei Vermisste im zweiten Stockwerk. Eine „Rettung“ erfolgte über eine Steckleiter, die weitere wurde anhand einer Strohpuppe mit einem Sprungtuch gezeigt. Zeitgleich wurde nach dem Aufbau der Wasserversorgung das fiktive Brandobjekt gelöscht. Anschließend verlagerte sich der Fokus an die Donau. Ein Boot brauste heran und auf der Brücke positionierte sich neben Einsatzwägen die Drehleiter. Dann demonstrierten die Wehrleute eine filmreife Rettung aus dem Boot heraus. Der Verletzte wurde in einer Schleifkorbtrage mit Hilfe der Drehleiter auf die Brücke hochgehievt. Das ließ viele Zuschauer staunen. Stadtbrandinspektor Christian Braun resümierte: „Wir haben die Szenarien als herausfordernde Übungen betrachtet, gut absolviert und auch dazugelernt“. Abgerundet wurde der Samstag beim Kameradschaftsabend. 

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