Neuburg ist am Freitag noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen. Denn was am Donnerstag noch nicht vorherzusehen war, überraschte nicht zuletzt auch die Veranstalter des Sommer-Donauschwimmens: das Hochwasser.

Neuburg ist am Freitag noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen. Denn was am Donnerstag noch nicht vorherzusehen war, überraschte gestern nicht zuletzt auch die Veranstalter des Sommer-Donauschwimmens: die Auswirkungen des ergiebigen Dauerregen mit Schwerpunkt im Südwesten Bayerns. Die Niederschläge sorgten dafür, dass Iller und Wertach sowie kleinere, südliche Zuflüsse zur oberen Donau anschwellten und auch im Bereich Neuburg für Hochwasser sorgten.
Wurde der Pegelstand auf der Homepage des THW Neuburg um 6 Uhr noch mit 3,16 Meter angezeigt, stand er zwölf Stunden später bereits auf 4,40 Meter. Um diese Zeit zog das THW gestern Abend aus Sicherheitsgründen zum zweiten Mal in diesem Jahr das auf der Donau schwimmende Kunstwerk "und...und...und" aus den Fluten.
Tobias Pallmann, Leiter Technik beim Ortsverband, rechnete damit, dass sich der Höchststand um die fünf Meter (immer noch Meldestufe 3) einpendeln werde. Der deutsche Wetterdienst hatte gestern noch um 16.29 Uhr wegen des erwarteten ergiebigen Dauerregens eine zweite Unwetterwarnung für den Landkreis herausgegeben. In Neuburg selbst kam es bis Redaktionsschluss allerdings zu keinen Überschwemmungen. Für den Landkreis wurde zwischen Kunding und Gempfing eine überflutete Straße gemeldet. Auch die Neuburger Feuerwehr blieb gestern von Hochwassereinsätzen verschont. Ausrücken mussten die Floriansjünger lediglich, weil in der Schlesierstraße ein morscher Baum umgeknickt war.
In Ingolstadt stand der Pegel der Donau um 19.30 Uhr bei 4,46 Meter. Laut Wasserwirtschaftsamt soll am Wochenende die Meldestufe 3 (Pegel 5,50 m) erreicht werden. Noch gestern Abend wurden die Unterführungen und die Fahrradwege an der Donau gesperrt und die Anwohner am Baggersee vor dem Hochwasser gewarnt . (mari)
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