Samstag, 21. Oktober 2017

06. Juni 2016 10:22 Uhr

Ingolstadt

Hoher Anspruch bei Bachs Hoher Messe

Brillante Darbietung von BR-Chor und Concerto Köln im ausverkauften Theaterfestsaal. Von Johannes Seifert

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Brillant und erlesen: Der Chor des Bayerischen Rundfunks und Concerto Köln gestalteten unter der Gesamtleitung von Peter Dijkstra das Jubiläumskonzert „100 Jahre Konzertverein Ingolstadt“.
Foto: Johannes Seifert

Johann Sebastian Bachs „Hohe Messe in h-Moll“ zur Eröffnung der Jubiläumssaison „100 Jahre Konzertverein“ mit dem renommierten Chor des Bayerischen Rundfunks und einem der weltbesten Ensembles für Alte Musik, dem „Concerto Köln“, ins Programm zu nehmen, zeugt von einem ganz besonderen Vermächtnis des Veranstalters an das Ingolstädter Konzert-Publikum.

Genau diese einzigartige Messvertonung darf wohl definitiv zu der Musik, die immer Bestand haben wird, gezählt werden – ohne Einschränkung und Verfallsdatum. Und sie drückt auf berührende Weise den ewig-menschlichen Wunsch aus, „dass Frieden in der Welt Wirklichkeit werde“. Spätestens wenn im Schlusschor „Dona nobis Pacem“ (Gib uns Frieden) die Trompeten einsetzen, stellen sich beim Zuhörer vollkommene Harmonie und Glückseligkeit ein. Ein visionäres Meisterwerk, das zu Lebzeiten des Komponisten wahrscheinlich niemals aufgeführt wurde.

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Der Chor des Bayerischen Rundfunks, der in diesem Jahr sein 70-jähriges Bestehen feiert, verdeutlichte im restlos ausverkauften Theaterfestsaal einmal mehr seine unumstrittenen Qualitäten und agierte überaus homogen im Gesamtklang, versiert in den anspruchsvollen Koloraturen, dynamisch einfühlsam in den sensibel angelegten Passagen sowie unglaublich präsent und voller Inspiration in den einzelnen Tutti-Sequenzen. Dieser Chor, das wurde schnell deutlich, besitzt das Gespür für „eisige Weltverlorenheit“. Bachs Musik wirkt hier in Sachen Intonation nie sentimental, aber umso mehr schlank, elegisch rein und technisch unanfechtbar.

Peter Dijkstra (er wird den BR-Chor verlassen) leitete gewohnt souverän, fast andächtig und stets umsichtig und sorgte für eine letztlich doch straffe Gesamtgestaltung, die vom genial agierenden Concerto Köln in präsenter Weise mitgetragen wurde.

Alte Musik lebt von der Formgebung und auch vom Klang. Mit berührender Intensität, dem steten Drang nach Vollendung und einer höchst anmutenden Brillanz überzeugte dieses Originalklang-Ensemble, das sicherlich völlig zu Recht in aller Welt gefeiert wird. Die Solisten des Abends, Christina Landshamer (Sopran), die phasenweise etwas zu dezent agierende Anke Vondung (Mezzosopran), Maximilian Schmitt (Tenor) sowie Andreas Wolf (Bass) intonierten mit entsprechender Leidenschaft und einem hohen künstlerischen Anspruch.

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