Gelungener Auftakt für das Neuburger Hofgartenfest. Einhundert strahlende Lampions und regionale Bands sorgen für die richtige Stimmung Von Daniela Fischer



Pünktlich zum Festauftakt erstrahlte der Namensgeber im besten Licht. Einhundert kleine Lichter erleuchteten den Hofgarten zu Füßen des Neuburger Schlosses, der seit gestern zentraler Punkt eines dreitägigen Festivals ist.
Den musikalischen Startschuss für das erste Hofgartenfest gab um 18 Uhr die Liveband „2 unplugged“. „Als erste Gruppe aufzutreten ist natürlich schon etwas Besonderes, wir hoffen, dass die Neuburger gleich kräftig mitmachen“, sagte Sänger und Gitarrist Sepp Libelt kurz vor dem Auftritt.
Bei Klassikern aus mehreren Jahrzehnten wie „Go, Johnny, go“ von Chuck Berry oder „Ein Kompliment“ von den Sportfreunden Stiller ließen sich die Neuburger nicht lange bitten und wippten unter anderem vom bequemen Liegestuhl aus kräftig mit. „Bei der Premiere des Hofgartenfestes wollte ich auf jeden Fall ganz von Anfang an dabei sein“, sagte Zuhörer Georg Mayer aus Neuburg. Auch Sonja Schneider aus Schrobenhausen freute sich über das neue Fest und vor allem über die Livemusik: „Ich finde, das fühlt sich schon richtig nach Sommer an.“
Noch bis morgen Abend präsentieren sich auf zwei kleinen Bühnen lokale und regionale Kulturschaffende aus verschiedensten Sparten. So auch die Band „Dubhdara“, die gestern mit traditionellem irischen Folk begeisterte. Mit Mandoline, Geige und Trommel entführte das Trio seine Zuhörer vom Neuburger Hofgarten direkt auf die grüne Insel. Von der Drohung „Hier bei Euch ist es schon recht warm, wir spielen jetzt mal eine Runde irische Regentänze“ ließ sich das Wetter zum Glück nicht beeindrucken. Es zeigte sich am ersten Tag des neuen Festivals von seiner besten Seite.
International schmeckten auch die vielen Leckereien, die das Fest bereithält. Pasta, Falafel oder Langosch verwöhnen noch bis morgen Abend die Neuburger Gaumen. Doch auch regionale Gerichte wie die klassische Steaksemmel ließen sich die ersten Besucher gestern schmecken. „Gutes Essen, gute Musik, das reicht doch eigentlich auch schon, um glücklich zu sein“, sagte Maria Weber, die aus Ingolstadt gekommen war.
Etwas ruhiger ging es gestern Abend im Open-Air-Kino direkt neben dem Festivalgelände zu. „Ausverkauft, komplett ausverkauft“, hieß es dort. Wer keine Karte ergattern konnte, hat morgen noch die Gelegenheit, die historischen Neuburg-Filme zu sehen. Ab 20.30 werden Aufnahmen aus den Jahren 1924 und 1981 am Parkdeck vor der Schlossmauer gezeigt.
Die Filmvorführung ist gleichzeitig einer der letzten Programmpunkte des Hofgartenfestes. Um 23 Uhr gehen dann die Lichter wieder aus.
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