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23. April 2008 09:00 Uhr

In zehn Jahren 99 "Babys" gehabt

Das konnte auch der bayerischen Wirtschaftsministerin Emilia Müller nicht verborgen bleiben: Das Existenzgründerzentrum Ingolstadt sprühte am Montag förmlich vor Energie. Das "Geburtshelferzentrum" für junge Unternehmen und Ideen feierte seinen zehnten Geburtstag. Geschäftsführer Norbert Forster warf einen Blick zurück auf eine ereignisreiche Zeit. Von Manfred Dittenhofer

"Auf Rubiks Zauberwürfel sind zu Beginn alle Farben durcheinander. Dann muss Ordnung ins System", verglich Norbert Forster, Geschäftsführer des EGZ, den Kombinationswürfel mit der Gründung eines Unternehmens. Und das EGZ helfe, die Farben zu ordnen. "Wir sind keine Ideenlieferanten, aber wir halten den Weg so eben wie möglich."

Wie wichtig die Existenzgründerzentren im Freistaat sind, zeigte der Besuch von Emilia Müller in Ingolstadt. Die bayerische Wirtschaftsministerin betonte die Wichtigkeit des EGZ für die boomende Region 10. Auch ein Verdienst des Gründerzentrums sei es, dass Ingolstadt in den Top Ten verschiedener Gründer-Rankings vertreten und die erfolgreichste Region Bayerns sei.

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OB Lehmann zählte die verschiedenen Bausteine auf, mit deren Hilfe die Unternehmensgründungen leichter gemacht werden sollen. "Der erste Baustein war das EGZ." Dann seien ein Bankenfond, eine Existenzgründerbetreuung speziell für Frauen, der Businessplan Wettbewerb und die Stiftungsprofessur Existenzgründung hinzugekommen. "Nicht umsonst fördern wir Neugründungen und nicht bestehende Unternehmen. Von Gründungen geht ein ganz starker Impuls für die Region aus."

Die Zahlen sprechen für sich: 70 Firmen mit insgesamt 250 Beschäftigten beherbergt das Gründerzentrum Ingolstadt zurzeit. 99 Firmenauszüge konnte Forster für die vergangenen zehn Jahre melden. "Unsere Erfolgsquote liegt bei 98 Prozent."

Als eines von mehreren Beispielen stellte Harald Gelner seine eigene Firma vor. Die MQS - Measuring and Quality Solutions - wurde 2006 als GmbH gegründet und bietet umfassende Dienstleistungen im Bereich der 3D-Messtechnik für die Automobilindustrie. Inzwischen firmiert das Unternehmen als AG und unterteilt sich in eine Holding mit drei Tochterfirmen. Gelner kann nach nur zwei Jahren auf 35 Mitarbeiter blicken.

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