Neuburg-Schrobenhausen (nr) - Seit 2002 müssen in Bayern etwa 100 000 Kleinkläranlagen mit einer so genannten biologischen Reinigungsstufe nachgerüstet werden. Im Landkreis sind inzwischen sehr viele Anlagen auf dem neuesten Stand, teilt das Wasserwirtschaftsamt Ingolstadt jetzt in einer Pressemitteilung mit.
Bis 2250 Euro Förderung sind noch bis Ende 2010 möglich
Die Reinigungsleistung der Anlagen wird durch die zusätzliche Stufe von bislang etwa 30 auf rund 95 Prozent gesteigert. Die Nachrüstung der Anlagen wird vom Freistaat entsprechend finanziell gefördert. Für einen Vier-Personen-haushalt kann beispielsweise eine Förderung von bis zu 2250 Euro in Anspruch genommen werden. Die Förderung erfolgt über die jeweilige Gemeinde und das Wasserwirtschaftsamt Ingolstadt und ist bis zum 31. Dezember 2010 befristet.
Das Wasserwirtschaftsamt Ingolstadt und die Fachkundige Stelle des Landratsamtes Neuburg-Schrobenhausen haben in den Jahren 2000 bis 2002 eine umfassende Bestandserhebung der bestehenden Kleinkläranlagen vorgenommen. Die Landkreisbürger wurden in den vergangenen Jahren in vielen Einzelgesprächen und auch in zahlreichen Bürgerversammlungen über das Warum und Wie der Kleinkläranlagenachrüstung und die mögliche Förderung detailliert aufgeklärt.
Von den betroffenen förderfähigen 275 Anlagen in den Landkreisgemeinden wurden bereits 228 Anlagen nachgerüstet. Die Bürger haben hierfür bis heute 800 000 Euor an staatlichen Fördergeldern vom Bayerischen Umweltministerium erhalten.
83 Prozent der Anlagen im Kreis sind auf neuestem Stand
Insgesamt sind damit im Landkreis 83 Prozent der Kleinkläranlagen technisch auf dem neuesten Stand. Der Schutz des natürlichen Grundwassers und damit auch des Trinkwassers wird dadurch umfassend und nachhaltig für die kommenden Generationen verbessert.
|
|
Artikel kommentieren
| Artikel bewerten: