Ingolstadt Die Massenschlägerei in einer Disco in der Innenstadt vor fast zwei Wochen hat nun den türkischen Generalkonsul auf den Plan gerufen. Wie berichtet, waren bei einer Orient-Party mindestens 50 Personen aneinandergeraten. Beim Polizeieinsatz wurden auch drei Beamte verletzt. Nach der Schlägerei waren Beschuldigungen laut geworden, einige Polizisten wären bei dem Einsatz zu brutal vorgegangen und hätten sich rassistisch geäußert.
Von den Vorgängen in Ingolstadt hat auch das türkische Boulevardblatt Hürriyet erfahren und darüber berichtet. Daraufhin hat sich nun der türkische Generalkonsul beim Polizeipräsidium gemeldet, "aus Fürsorge für seine Landsleute", so Polizeisprecher Hans-Peter Kammerer. Eine halbe Stunde hat er sich mit Vizepräsident Winfried Bischler unterhalten, um sich ein Bild von den Vorgängen zu machen. Köksal konnte sich davon überzeugen, so Kammerer, "dass wir die Vorwürfe sehr ernst nehmen" und eine Ermittlungsgruppe der Kripo unter Federführung der Staatsanwaltschaft intensiv an dem Fall arbeitet.
Sehr betroffen sei der Generalkonsul gewesen, erklärt Kammerer, als er von den zum Teil hohen Promillewerten der Beschuldigten zwischen 0,5 und zwei Promille erfuhr. Momentan gibt es elf Beschuldigte, die Vernehmungen dauern noch an. Gegen Polizeibeamte liegt bislang jedoch keine Strafanzeige vor.
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