Ingolstadt (nr) - Die weltweite Rezession hat die Wirtschaft der Region Ingolstadt mit voller Wucht erfasst. Die Unternehmen bewerteten ihre aktuelle Geschäftslage massiv schlechter als noch zu Jahresbeginn. Das meldet jetzt die IHK.
Mehr Pessimismus, als in anderen Gebieten Bayerns
Für die kommenden Monate sind die Aussichten zwar besser als zuvor, jedoch sind die Unternehmen weiterhin pessimistischer als in anderen Gebieten Bayerns. Das ergab die aktuelle Konjunkturumfrage der IHK für München und Oberbayern bei Unternehmen rund um Ingolstadt. "Die Region ist vergleichsweise stark von der Industrie abhängig und deshalb vom weltweiten Absatzrückgang besonders betroffen", sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Peter Driessen.
Rund die Hälfte aller Befragten klagt über eine schlechte Geschäftslage. Zu Jahresbeginn waren es nur 26 Prozent. Insgesamt ist der Saldo aus zufriedenen und unzufriedenen Unternehmen von -3 Saldopunkten zu Jahresbeginn auf -36 Punkte abgestürzt. Der Einbruch war damit stärker als in Gesamtbayern, wo der Saldo von -2 auf -20 Punkte rutschte.
Etwas besser, wenn auch insgesamt immer noch pessimistisch, sind laut IHK noch die Geschäftserwartungen. Der Anteil der Optimisten hat sich immerhin von sechst auf 14 Prozent mehr als verdoppelt. Gleichzeitig fürchten weniger Unternehmen, dass es noch schlechter wird: Nach 47 Prozent im Februar glauben jetzt 44 Prozent an einen weiteren Abwärtstrend. Die Rezession hat auch die Ertragssituation weiter verschärft und die Unternehmen rechnen nicht damit, dass sich das ändert. Ganze zwei Prozent kalkulieren mit Ertragszuwächsen. "Damit sind die Unternehmen im Ingolstädter Raum immer noch sehr pessimistisch gestimmt, auch wenn das Tempo der Talfahrt sichtlich abnimmt", so Driessen.
Erfreulich sei, dass sich trotz miserabler Geschäftslage und weiterhin trüber Aussichten, die Investitions- und Beschäftigungsabsichten der Wirtschaft dennoch spürbar verbessert hätten. "Das könnte ein Indiz dafür sein, dass die Wirtschaft in Ingolstadt auf eine Stabilisierung der Konjunktur hofft", sagt der IHK-Chef.
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