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07. Dezember 2009 05:27 Uhr

Menschenrechte nicht opfern

Ingolstadt Mit einer kleiner Enttäuschung für die Veranstalter begann gestern Vormittag der diesjährige "Tag der Menschenrechte" im Foyer des Theaters Ingolstadt: Einer der beiden eingeplanten Hauptgäste, der Rap-Sänger Samuel Kindoc, der von seinen Erlebnissen als ehemaliger Kindersoldat in Angola berichten wollte, hatte kurzfristig aus Krankheitsgründen absagen müssen. Von Peter Skodawessely

Erfreulich dagegen für "Chef-Organisatorin" Gudrun Rihl: Bundesinnenminister a.D. Gerhard Baum war pünktlich aus Köln angereist. Er referierte als Festredner, wie vorgesehen, über "Die Verantwortung der Deutschen für die Menschenrechtspolitik".

In Anwesenheit des Bundestagsabgeordneten Reinhard Brandl, des Landtagsparlamentariers Achim Werner, von Bezirksrat Thomas Thöne sowie dem DGB-Regionsvorsitzenden Karl-Heinz Katzki aus Neuburg und Ingolstadts Ehrenbürger Alt-Oberbürgermeister Peter Schnell begrüßte es das "liberale Urgestein" Baum, dass die Forderungen nach Einhaltung der Menschenrechte in den vergangenen Jahren "immer mehr und mehr zu einem permanent präsenten Kernthema der internationalen Politik" geworden seien. In diesem Zusammenhang warnte er davor, es "mit Rücksicht auf vermeintliche außenpolitische und wirtschaftliche Interessen" zu unterdrücken. Baum, der von 1978 bis 1982 dem Bonner Bundeskabinett Helmut Schmidts angehört hatte, war sich im Übrigen sicher: "Vieles wäre auf dieser Welt schlimmer, wenn Amnesty International nicht so engagiert kämpfen würde!"

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Zu Beginn der mit rund 250 Interessierten gut besuchten Veranstaltung hatte die örtliche AI-Gruppensprecherin Ayfer Yildirim die Auffassung vertreten, dass in Deutschland "im Großen und Ganzen" die Menschenrechte nicht gefährdet seien: "Im Gegensatz zu einer Vielzahl von anderen Ländern". Armut sei dann dort oft eine Folge der Verletzungen dieser Grundrechte.

Ingolstadts Oberbürgermeister Alfred Lehmann, auch heuer wieder Schirmherr des hiesigen "Tages der Menschenrechte", dankte anschließend im Namen der Stadt den Organisatoren dafür, dass sie alljährlich diese Arbeit auf sich nehmen: "Wir dürfen stolz darauf sein, dass wir hier bei uns solche Leute haben, die sich für die Menschenrechte derart aktiv engagieren!"

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