Montag, 23. Oktober 2017

09. Mai 2016 00:36 Uhr

Aktionstag

Mutige Frauen packen’s an

Die Feuerwehren werben verstärkt um Frauen. Am Ingolstädter Rathausplatz haben die dem Nachwuchs gezeigt, dass Retten und Löschen nicht nur Männersache ist Von Silke Federsel

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Ob Brände löschen, Unfallopfer bergen oder Keller auspumpen bei Hochwasser: Die Aufgaben der Freiwilligen Feuerwehren sind vielfältig und wenn hier die Nachwuchskräfte fehlen, dann wird es im Ernstfall schnell kritisch. Aus diesem Grund versuchen die Floriansjünger in Bayern schon seit Jahren mit unterschiedlichen Kampagnen und Aktionen, neue Mitglieder zu gewinnen. In diesem Jahr sind explizit die Frauen angesprochen, sich bei der Feuerwehr zu bewerben. Denn von denen gebe es immer noch zu wenig, wie Landesfrauenbeauftragte Andrea Fürstberger erzählte. Seit 23 Jahren ist sie nun selbst als Feuerwehrfrau aktiv, lebt im Kreis Rottal-Inn und informierte gemeinsam mit anderen Feuerwehrfrauen und auch männlichen Kollegen bei einem Aktionstag auf dem Ingolstädter Rathausplatz über dieses Ehrenamt.

„Bis jetzt sind im bayernweiten Durchschnitt rund acht Prozent der Feuerwehrleute weiblich, es wäre schön, wenn wir auf zwölf bis 15 Prozent kommen könnten“, sagte sie. Deshalb möchte man aktiv auf Frauen zugehen und sie für den Feuerwehrdienst begeistern. Gar nicht so leicht in Zeiten, in denen sich auch immer weniger Männer für das Ehrenamt bei der Feuerwehr interessieren oder generell weniger ehrenamtlich engagieren, wie Fürstberger erklärte, aber sie ist optimistisch: „ In Deutschland sind 51 Prozent der Bevölkerung Frauen, dieses Potenzial müssen wir ausschöpfen“, sagte sie.

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Bei der Jugendfeuerwehr hingegen sehe es wiederum ganz anders aus – da sind mittlerweile rund ein Viertel der jungen Feuerwehrleute weiblich. So wie Patricia Kellner. Die 16-Jährige ist bei der Freiwilligen Feuerwehr Haunstadt seit einem Jahr dabei. „Die Übungen machen sehr viel Spaß und man lernt viele nette Leute kennen“, erzählte sie.

Doch nicht alle jungen Menschen bleiben dann auch im Erwachsenenalter der örtlichen Feuerwehr erhalten. Das Studium oder der Beruf erfordern einen Umzug, Partnerschaft und Familie sind plötzlich wichtiger und für das Ehrenamt bleibt zu wenig Zeit, wie Andrea Fürstberger sagte.

Aber dass das nicht so sein muss und sich auch viele Frauen im Erwachsenenalter mit viel Herzblut ebenso wie ihre männlichen Kollegen engagieren, das bewiesen die Ingolstädter Feuerwehrfrauen am Aktionstag am Samstag. Sie befreiten bei einer Übung eine eingeklemmte Person aus einem Wagen, retteten Menschen aus großer Höhe oder bekämpften Brände. Und dürften diejenigen, die glauben, dass Frauen körperlich nicht in der Lage seien, bei der Feuerwehr tatkräftig anzupacken, eines Besseren belehrt haben.

35 Frauen gibt es derzeit bei den Ingolstädter Freiwilligen Feuerwehren. Eine davon ist Karin Wenzl, die das Amt der Stadtfrauenbeauftragten ausübt. Sie ist bereits seit 1998 bei der Feuerwehr und das mit viel Freude, obwohl man dafür natürlich auch viel Freizeit investieren müsse, wie sie erklärte. Als Selbstständige könne sie sich ihre Arbeitszeiten flexibel einteilen, aber manche Arbeitgeber wollen ihre Mitarbeiter im Falle eines Einsatzes dann während der Arbeitszeit nicht gehen lassen. „Es wäre gut, wenn hier ein Umdenken einsetzen würde“, sagte sie.

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