Gelungene Premiere für Dr. Otto Heckl beim traditionellen CSU-Ball „Schwarz ist Trumpf“. Von Manfred Rinke



Der Rollenwechsel hat geklappt. Nach 32 Jahren und 31 ausgerichteten Bällen – einer wurde wegen des Irak-Krieges 1991 kurzfristig abgesagt – durften sich Martha und Heinz Enghuber am Samstagabend im Kolpingsaal entspannt zurücklehnen. Die Ideengeberin und der langjährige Organisator und Moderator der Benefizgala des Neuburger CSU-Ortsverbandes haben in den vergangenen Jahrzehnten dafür gesorgt, dass der Schwarz-Weiß-Ball zu einem der gesellschaftlichen Höhepunkte im Neuburger Fasching wurde. Das Motto „Schwarz ist Trumpf“ stand dabei von Beginn an auch für eine soziale Komponente. Über 30000 Euro wurden als Erlös aus den Veranstaltungen bisher an das Leserhilfswerk unserer Zeitung, die Kartei der Not, gespendet. „Und da wird in den nächsten Jahren noch einiges dazukommen“, sagte der neue CSU-Chef Dr. Otto Heckl.
Als Nachfolger von Heinz Enghuber hat er mitbekommen, wie viel Arbeit die Vorbereitung des Balles macht, bei der er von Enghubers Sohn Matthias, dem stellvertretenden Ortsvorsitzenden, tatkräftig unterstützt wurde. Aus dieser Erfahrung heraus sprach er seinen Vorgängern „Hochachtung“ aus. Außerdem gab er ein Versprechen ab: „Wir werden den Ball in Eurem Sinne fortführen und ich würde mich freuen, wenn ihr am Ende des jeweiligen Abend feststellt, dass es schön war.“
Für die Premiere nach ihrer Ära dürften Martha und Heinz Enghuber mit den über 300 Besuchern im optisch gelungen aufgepeppten Kolpingsaal kein anderes Fazit gezogen haben. Neben den vielen Stammgästen aus der lokalen Politik, der Wirtschaft, von Polizei oder Bundeswehr war Bundestagsabgeordneter Dr. Reinhard Brandl am Samstag der politisch hochrangigste Vertreter. Als Rezept zur körperlichen Betätigung der Damen und Herren erwies sich die Band „Livestyle“ aus Rain nach 2011 zum zweiten Mal als das richtige Mittel. Zur wohl dosierten Mischung aus alt bewährter und top aktueller Musik wurde es jeweils recht eng auf der Tanzfläche.
Zum Erholen gab’s für die Besucher beste Unterhaltung. Neben den Burgfunken als bewährten Lokalmatadoren bewies nach den Rock’n’Rollern aus Waidhofen im vergangenen Jahr heuer die „Fidelitas“ aus Rennertshofen mit ihrem großen Hofstaat das hohe Niveau der Faschingsgarden im gesamten Landkreis. Zu erfrischender, beschwingter Musik gab es mitreißende Auftritte der Garde, der Showtanzgruppe und des Prinzenpaares – und eine riesige Lachnummer, für die die „Kleinwüchsigen“ bei ihrer Freek-Show sorgten.
Stolz durften die Neuburger einmal mehr auf die Darbietung „ihrer“ Burgfunken sein. Garde, Funkenmariechen, Prinz und Prinzessin ernteten den verdienten Beifall für ein aufwändiges Training und der Elferrat Szenenapplaus für seine witzige Aufführung. Als die Ballgäste nach dem kurzweiligen, anspruchsvollen Ausflug mit der Showtanzgrupppe ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten wieder zurück im Kolpingsaal waren, schlug die Uhr schon Mitternacht. Das Ende einer rauschenden Ballnacht lag für die meisten Besucher aber noch in weiter Ferne.
Irgendwann zu vorgerückter Stunde verabschiedeten sich auch Martha und Heinz Enghuber. Sie werden mit einem guten Gefühl nach Hause gegangen sein, wohl wissend, dass ein engagiertes Team „ihren“ Ball in ihrem Sinne weiterführt. Freuen werden sie sich zudem schon auf den 2.2.2013. Dem nächsten CSU-Ball, dem sie ganz entspannt beiwohnen können.
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