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18. Januar 2010 19:00 Uhr

Oberhausen hat allen Grund zum Feiern

Oberhausen-Sinning Die Gemeinde Oberhausen hat 70 ehrenamtliche Helfer, die als "Multiplikatoren" und Werber für die Breitbandversorgung der Gemeinde unterwegs waren, zu einem Empfang auf Schloss Sinning eingeladen. In der stilvollen Umgebung im Rittersaal des alten Schlosses fanden sich die meisten von ihnen am Sonntagnachmittag ein, um den großen Erfolg der Aktion zu feiern - mit einem Stehempfang, Häppchen und begleitet von der Musik des "Salonorchesters Cassablanka". Von Annemarie Meilinger

Oberhausen hat allen Grund zum Feiern
Foto: ALFA

Bürgermeister Fridolin Gößl konnte zu diesem Anlass neben Staatsministerin Christine Haderthauer auch die Vertreter der Firma Sacoin GmbH begrüßen, die mit der Gemeinde die Gesellschaft "Unser Ortsnetz GmbH" gegründet hatte. Mit der Realisierung des gemeindeeigenen Glasfaserkabels will man sich nach jahrelangem Ringen um eine schnellere Internetversorgung - vor allem für Sinning - endlich von den großen Versorgern wie Telekom unabhängig machen.

Dass dies auch in kleinen Orten möglich ist, hat die schleswig-holsteinische Gemeinde Oerel bewiesen, die eine Delegation der Gemeinde im Frühjahr 2009 besuchte, um sich über die Machbarkeit zu informieren. Ob allerdings die erforderlichen 700 Verträge zustande kommen würden, war lange nicht sicher. Zu viele Skeptiker meldeten sich zu Wort. Doch die Multiplikatoren leisteten viel Aufklärungs- und Überzeugungsarbeit, die am Ende zum Erfolg führte. "Heute haben wir über 800 Verträge" erklärte der Bürgermeister stolz und das auch deswegen, weil die Multiplikatoren viel Ehrgeiz entwickelt und sich am Ende "richtig reingebissen" hätten.

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Eine besondere Rolle hätte auch Werner Mischka, der Breitbandbeauftragte des Landkreises, gespielt sowie Praktikant Klaus Heckl, der das Projekt Breitband von Anfang an mit viel Engagement begleitet hätte. Den drei "Nordlichtern" und HSV-Fans der Firma Sacoin GmbH, Geschäftsführer Klaus Pütz, dem technischen Leiter Heiner Karmann und dem Geschäftsführer von "Unser Ortsnetz GmbH" Henning Heinen, setzte der Bürgermeister drei Bayern-Fankäppis aufs Haupt. Denn das wäre ein wichtiges Symbol für ein vertrauensvolles freundschaftliches Verhältnis, das man in nächster Zeit brauche, scherzte der Bürgermeister.

Noch im April soll das "Anbaggern" sein, versprach Klaus Pütz. Dann soll das Warten auf die schnelle Datenautobahn bald ein Ende haben. Staatsministerin Christine Haderthauer, die angereist war, "obwohl wir hier nichts zu fördern hatten", lobte den großen Bürgersinn und gemeinschaftlichen Ehrgeiz, der die Menschen in der Gemeinde Oberhausen zusammenbinde. Sie habe größtes Verständnis, dass eine Gemeinde nach eigenen Wegen suche, denn, so Haderthauer kritisch: "Was mit europäischen Mitteln an Breitbandprojekten gefördert wird, dient hauptsächlich der Telekom." In ihrem Stimmkreis hätte Oberhausen nun eine Vorreiterrolle und könne und müsse jetzt auch als Beispiel für andere Gemeinden dienen.

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