Es brauchte drei Anläufe, doch am Ende schenkte das Amtsgericht Augsburg einem 16-jährigen Jugendfußballspieler des FC Rennertshofen Glauben. Von Claudia Stegmann

Demnach kam es bei einem Heimspiel gegen den TSV Haunstetten (Landkreis Augsburg) zwischen ihm und einem 19-Jährigen zu einer Rangelei, in dessen Folge der Haunstettener dem Rennertshofener ein blaues Auge verpasste. Weil der Faustschlag nach Ansicht des Gerichts vorsätzlich und nicht – wie der 19-Jährige behauptete – aus Versehen passierte, wurde der Beschuldigte zu einem Jahr auf Bewährung verurteilt.
Für den Haunstettener kam erschwerend hinzu, dass er kein unbeschriebenes Blatt ist, wie Pressesprecher Roland Fink auf Nachfrage sagte. Er stand schon einmal vor Gericht und musste sich auch dieses Mal in einer weiteren Angelegenheit verantworten. Bei einer Polizeikontrolle hatte er die Beamten aufs Übelste beschimpft.
Am dritten Verhandlungstag und nach der Befragung zahlreicher Zeugen kam das Gericht schließlich zum Schluss, dass man den Schilderungen des Rennertshofener Spielers durchaus Glauben schenken dürfe. Zwei Zeugen aus dem Zuschauerfeld bestätigten überdies seine Aussagen.
Ob der 16-Jährige wegen der vorsätzlichen Körperverletzung Schadenersatz erhält, konnte Fink nicht sagen. Dies wurde im Rahmen des Strafprozesses nicht verhandelt.
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