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06. Dezember 2011 17:37 Uhr

Neuburg/Schlossfest-Prozess

Rechtsmediziner fand seltenes Phänomen

Im "Schlossfest-Prozess" haben am Dienstag vor dem Landgericht Ingolstadt 19 Zeugen ausgesagt. Ein Rechtsmediziner erklärte ein seltenes Phänomen.

38 Jahre übt Professor Dr. Wolfgang Keil seinen Beruf als Rechtsmediziner inzwischen aus, aber einen derartigen Fall hatte er noch nie. Dass ein einziger Faustschlag einen Riss in einer Schlagader im Gehirn verursacht und noch dazu einen sehr seltenen Längsriss, sei auch in der Literatur kaum beschrieben.

Professor Keil war der Rechtsmediziner, der das Opfer nach dessen Tod untersucht hatte. Der 31-jährige Neuburger war am ersten Schlossfesttag von einem 25-Jährigen geschlagen worden, daraufhin zusammengebrochen und einen Tag später im Klinikum gestorben.

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Am Dienstag ging der Prozess gegen den 25-Jährigen vor dem Landgericht in Ingolstadt weiter. Der junge Mann ist wegen Totschlags angeklagt. Den Faustschlag hat er gestanden, den Grund für die Auseinandersetzung versuchte das Schwurgericht nun herauszufinden. 19 Zeugen wurden gehört und auch die hochschwangere Witwe des Opfers sagte aus.

Am Donnerstag wird der Prozess fortgesetzt.

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