Freitag, 29. August 2014

17. Januar 2013 07:33 Uhr

Neuburg an der Donau

Repräsentativ an zentraler Stelle

Raiffeisen-Volksbank baut am Schrannenplatz neu und viel größer. Architektenwettbewerb ohne Sieger

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Es soll zusammenwachsen, was zusammengehört. So jedenfalls will es die Raiffeisen-Volksbank Neuburg. Der 1991 eröffnete Neubau der Genossenschaftsbank am Schrannenplatz wird abgerissen und durch einen deutlich größeren, repräsentativen Komplex zwischen dem Edekamarkt an der Adlerstraße und der Fischergasse ersetzt. Dort kommen dann auch die Abteilungen unter, die derzeit noch im Volksbankgebäude an der Luitpoldstraße untergebracht sind. Baubeginn soll 2014 sein. Was mit der ehemaligen Post geschehen wird, ist derzeit völlig offen.

Seit der Fusion der Raiffeisen- und der Volksbank Neuburg im Jahr 2002 wirkte sich auch die örtliche Trennung aus. Die Organisation, so Vorstand Werner Halbig, habe natürlich funktioniert. Aber es konnte kein Dauerzustand bleiben. Deshalb liefen schon seit einigen Jahren Bemühungen, die umliegenden Grundstücke um das Bankgebäude am Schrannenplatz zu erwerben. Auf der Vertreterversammlung im Juni vergangenen Jahres wurde schließlich der Kauf des letzten notwendigen Anwesens in der Pferdstraße und die geplante Zusammenlegung der Häuser (Raiffeisen- und Volksbank) bekannt gegeben.

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Intensive Gedanken darüber mache man sich schon seit zwei Jahren, sagte Halbig gestern im Kolpinghaus, als das Ergebnis eines Architektenwettbewerbs verkündet wurde. Koordiniert wurde der Wettbewerb von Sandra Trelle. Die darauf spezialisierte Architektin aus Dortmund hatte sich die Raiffeisen-Volksbank bereits vergangenes Jahr an die Seite geholt.

14 renommierte Büros in Deutschland wurden zum Wettbewerb eingeladen, zwölf reichten ihre Vorschläge ein. Weil das neue Bankgebäude an einer exponierten Stelle errichtet wird, hatte sich der Bauherr frühzeitig mit Bauamt und Stadtheimatpfleger kurzgeschlossen. „Das lief vorbildlich“, sagte Oberbürgermeister Bernhard Gmehling, der mit seinem Stadtbaumeister Dieter Reichstein auch zu der achtköpfigen Jury aus vier Sach- und vier Fachrichtern gehörte. Daraus ergaben sich für die Architekten zwar zwingende Vorgaben. Völlig frei blieben sie allerdings in ihrer Entscheidung, ob sie das bestehende Gebäude erhalten wollen oder nicht.

Wie Professor Jörg Homeier, Architekt aus München und Vorsitzender des achtköpfigen Preisgerichts, erklärte, hätten sich alle zwölf Architekturbüros aus ökologischen und ökonomischen Gründen für den Abriss und einen kompletten Neubau ausgesprochen. Schließlich wurden drei Entwürfe ausgewählt, wobei sich die Jury auf keinen ersten Platz festlegte, sondern zwei zweite und einen dritten Preis vergab. Von den beiden zweitplatzierten Büros Turkali (Frankfurt) und Gerber (Dortmund) überzeugte die Arbeit von Turkali durch ihre funktionalen Qualitäten und die nutzorientierte Erschließung. Der Gerber-Entwurf bestach durch seinen städtebaulichen Anspruch an dieser bedeutenden Stelle, zeigte jedoch Schwächen bei den funktionalen Abläufen im Inneren. Der Vorschlag des Architekturbüros ASP aus Hannover auf Platz drei wird nach Meinung der Jury in seinem Erscheinungsbild zwar dem repräsentativen Standort der Bank gerecht, wirkt aber zu massiv.

Welches der drei Büros nun letztlich die über 2500 Quadratmeter große Grundfläche mit der dann 70 Meter breiten Front am Schrannenplatz neu bebaut, wird sich in den Nachverhandlungen mit den Architekten und deren Kompromissbereitschaft zeigen. Diese Phase wird sich einige Monate hinziehen. Doch der Baubeginn ist ohnehin erst 2014 vorgesehen. Wie viele Millionen Euro der Neubau kosten wird, darüber zu spekulieren sei in der jetzigen Phase noch zu früh, hieß es gestern vonseiten des Bauherrn.

Mit dem Großprojekt, so die Bankvertreter mit den Vorständen Georg Beidenhauser und Werner Halbig sowie Aufsichtsratsvorsitzenden Ludwig Schlosser, schaffe das Geldinstitut mit seinen derzeit rund 180 Mitarbeitern nicht nur die Möglichkeit an dieser Stelle weiter wachsen zu können. Es sei auch ein deutliches Zeichen für die Stadt zum Standort Neuburg.

Auch wenn es noch eine Weile hin ist, sucht die Bank bereits jetzt nach Übergangslösungen während der Bauphase. Ein Teil kann mit dem Volksbankgebäude aufgefangen werden, andere Räumlichkeiten werden gerade noch ausgelotet. Wenn alle Stricke reißen, würden die Banker vorübergehend auch in Container umziehen.

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