I. Schrobenhausener Klinik-Symposium bot am Wochenende ein hochkarätig besetztes Forum des Dialogs und der Weiterbildung in der Gesundheitspolitik

Schrobenhausen Menschen helfen, Leben retten – täglich stellen sich Mediziner und Pflegekräfte in den Dienst am Menschen. Ihre Fürsorge wird in unserem Gesundheitssystem auch nach Parametern wie Effizienz und Wirtschaftlichkeit bewertet. Das I. Schrobenhausener Klinik-Symposium (SKS) bot zu diesem Spannungsfeld ein hochkarätig besetztes Forum des Dialogs und der Weiterbildung, moderiert von Werner Buchberger und Ulrike Ostner (BR). Jeweils rund 160 Gäste widmeten sich am Freitag und Samstag der medizinischen Versorgung im Landkreis.
Das Programm, zu dem Dietmar Eine, Geschäftsführer des Kreiskrankenhaus Schrobenhausen, ins Konferenzgebäude der Bauer AG geladen hatte, richtete sich an die niedergelassenen Kollegen der Region sowie alle Verantwortlichen im Krankenhaus. Auch viele Kreistags- und Kommunalpolitiker waren der Einladung gefolgt. MdL Dr. Marcel Huber eröffnete das Symposium als Bayerischer Staatsminister für Gesundheit. Auch in Zukunft wolle die Staatsregierung die hohe Qualität der Gesundheit in ganz Bayern sicherstellen, denn sie Lebensqualität, betonte Huber. Die Sorge um den stetigen Prozess der Mindereinnahmen, die die bayerischen Krankenhäuser trotz umfassender Kompetenz und größtem Engagement plagen, hat die bayerische Regierung in den Bundesrat getragen.
Gemeinsamen Blick schärfen
Doch bis zur Entscheidung des Bundes will niemand die Hände in den Schoß legen. Inspirierende Initiativen eröffneten die Referenten – alleversierte Praktiker aus der Ärzte- und Patientenvertretung, den Kostenträgern sowie des Gesundheitsmanagements. Landrat Roland Weigert formulierte treffend: „Bevor der Gesetzgeber aktiv wird, muss der Landkreis einspringen“.
Wie ein Gesundheitsnetzwerk in partnerschaftlicher Synergie funktioniert, beleuchteten Vorträge von Dr. Siegfried Jedamzik (GoIn), Robert Augustin (BRK-Kreisgeschäftsführer), Christian Kutz (Landratsamt) und Dr. Michael Ried (SAPV Region 10). Dietmar Eine, der mit dem Verlauf des Symposiums sehr war, fasste zusammen: „Die aktuellen Herausforderungen der ambulanten und stationären Patientenversorgung sind vielfältig und drängend. Doch weil wir aus den verschiedensten Gesundheitsbereichen zusammengekommen sind, ist die Chance sehr groß, neben der Präsentation der eigenen Belange auch differenzierte Blickwinkel wahrzunehmen.“ Den gemeinsamen Blick zu schärfen sei Voraussetzung, um einander zu verstehen und Lösungsansätze zu erarbeiten.
Jetzt bestellen! Das neue iPad inkl. e-Paper.|
|
Artikel kommentieren