Donnerstag, 22. Februar 2018

24. November 2012 12:14 Uhr

Stadtentwicklung in Neuburg

Schwalbanger: Kinder reden mit

Der Schwalbanger soll schöner werden, das wollen Anwohner wie auch Vertreter der Stadt. Dazu gibt es eine Arbeitsgruppe, in der auch die Kleinsten mitreden dürfen

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So stellen sich die Kinder, die im Schwalbanger wohnen, ihr Umfeld vor: Geht es nach den Kleinen, so sollten zwischen den sechs großen Wohnblöcken wieder kleine Spielplätze entstehen, wie es sie dort früher schon gab.
Foto: Sebastian Hofmann

Wer eine von Grund auf ehrliche Antwort auf seine Frage haben möchte, der ist nie schlecht beraten, wenn er sie einem Kind stellt. Das dachten sich wohl auch Verantwortliche der Stadt Neuburg, die derzeit über einer optischen Aufwertung des Schwalbanger brüten. Das Areal um die sechs Hochhäuser und die Wiese neben dem Kindergarten St. Peter sollen schöner werden, um so die Lebensqualität der Anwohner zu verbessern und den Stadtteil aufzuwerten. Die ersten, die ihre Ideen einbringen durften, waren in diesem Fall Kinder.

Harald Neumeier, Experte für Stadtentwicklung im Bauamt, zeigte am Donnerstagabend im Bürgerhaus Schwalbanger auf, was den Kindern so alles eingefallen ist. Das Modell, das einen ganzen Tisch einnahm, machte deutlich: Für die Kinder sind Spielgeräte zwischen den großen Wohnhäusern wichtig. Ob nun eine Rutsche, ein kleines Karussell oder Schaukeln, die Wunschliste der Kleinen ist lang. Mit Knetmasse hatten die Kinder in den Ferien die Spielgeräte geformt und an den in ihren Augen sinnvollen Orten platziert.

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Dass Handlungsbedarf besteht, verdeutlichte auch Stadtteilmanager Jürgen Stickel, der ebenfalls an der Verschönerung des Schwalbanger mitwirkt, bei der jüngsten Versammlung der am Projekt Mitwirkenden. Den Anwohnern erklärte er, dass nicht nur Kinder, sondern auch Jugendliche und Erwachsene, die in diesem Areal leben, befragt wurden.

Während die Kinder „unheimlich kreativ“ gewesen und die Verbesserungsvorschläge nur so gesprudelt seien, war die Rückmeldung bei den Jugendlichen und Erwachsenen eher verhalten. Neben einer Umfrage im sozialen Netzwerk Facebook auf der eigens eingerichteten Seite „Schwalbanger Aktiv“ und einer Postwurfumfrage unter den Bewohnern der sechs großen Wohnblocks (zehn Prozent Rücklauf laut Harald Neumeier) war auch Neuburgs Streetworker Daniel Grotter für die Arbeitsgruppe unterwegs und hat Meinungen eingeholt.

Gesamtergebnis: Vor allem der Zugang zur Wiese zwischen Bolzplatz und Kindergarten St. Peter soll verbessert werden. „Da gibt es bis jetzt nur einige Trampelpfade“, sagte Stadtteilmanager Jürgen Stickel. Die bisher nahezu ungenutzte Wiese sehen viele Bewohner des Schwalbanger als zukünftigen „Mehrgenerationen-Treff“, etwa ein Grillplatz, auf dem man nach Feierabend oder am Wochenende zusammenkommt. Auch sei der Wunsch groß, dass die Tornetze auf dem Bolzplatz erneuert werden und der Platz selbst besser von der Stadt gepflegt wird. Sehr viele der Befragten wollen auch, dass der Baumbestand zwischen den Hochhäusern unbedingt erhalten bleibt. Die Stadt werde sich um die Anliegen kümmern, versprach Bürgermeister Heinz Enghuber. Im Fall der Wiese und des Bolzplatzes müsse aber erst ein langfristiger Pachtvertrag mit der Kirche, die Eigentümerin des Areals ist, abgeschlossen werden, bevor Geräte installiert oder Bäume gepflanzt werden können.

Für die kleinen Spielplätze, die sich früher zwischen den Wohnblocks befanden und mittlerweile größtenteils abgebaut sind, sind deren Eigentümer verantwortlich. Das stellte Enghuber klar und deutlich fest. Harald Neumeier machte in diesem Zusammenhang nochmals Werbung dafür, dass der Freistaat Bayern noch bis 2013 Aufwertungsmaßnahmen wie die Wiederherstellung der Spielplätze mit 70 Prozent der Kosten fördert. Ein Eigentümer wies daraufhin, dass die Spielplätze nach und nach abgebaut worden seien, weil Jugendliche die Gerätschaften mutwillig zerstört hätten. Bürgermeister Enghuber kommentierte: „Würde es die Stadt genauso machen, dann gäbe es in Neuburg keinen einzigen Spielplatz, weil wir auch alle abbauen müssten.“

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