Sonntag, 24. September 2017

23. Februar 2010 06:30 Uhr

Spaenle dementiert "Mauschelei"

Neuburg-Schrobenhausen Bayerns Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) musste in den vergangenen Tagen viel herbe Kritik einstecken. Weil er beim Politischen Aschermittwoch in Karlshuld den Realschulplänen eine Absage erteilt hatte, wurde ihm nicht nur von der SPD ein "schlechter politischer Stil" unterstellt (wir berichteten). Das will Spaenle so aber nicht stehen lassen. Deshalb hat er sich gestern bei der Neuburger Rundschau telefonisch gemeldet, um reinen Tisch zu machen.

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"Ich verwehre mich dagegen, dass mir Hinterzimmermauschelei unterstellt wird", sagte er. Ein Vorgespräch mit den CSU-Kollegen hinter verschlossener Türe hätte es nicht gegeben. Dementsprechend seien auch keine internen Absprachen getroffen worden.

Darüber hinaus hätte sich seine Absage zur Realschule Karlshuld nicht auf das seit einem Jahr mögliche Kooperationsmodell zwischen Realschule und Hauptschule bezogen. Vielmehr hätte er von einer dreizügigen und damit vollwertigen und eigenständigen Realschule gesprochen, wie sie zunächst im Raum gestanden sei. "Und für diesen Fall reichen die Zahlen definitiv nicht", machte er klar.

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Doch an eine Diskussion um eine dreizügige Realschule im Donaumoos kann sich niemand erinnern. Weder Landrat Roland Weigert, noch Schulreferent Michael Kettner, noch Bürgermeister Karl Seitle wissen etwas davon. Zwar erinnert sich Seitle an einen Vorschlag des ehemaligen CSU-Ortsvorsitzenden Werner Harteis aus dem Jahr 2005, eine zentrale Realschule in der Mitte des Landkreises zu errichten. Doch diese Idee kam nie bis zum Kultusministerium. "Das hätte Richard Keßler nie zugelassen", schätzt Seitle den Standpunkt des ehemaligen Landrats ein. Aus diesem Grund kann Seitle die Rechtfertigung des Kultusministers auch nicht nachvollziehen. "Der will sich jetzt doch bloß rausreden", ist er sich sicher.

Ob nun dreizügig oder zweizügig in Kooperation mit einer Hauptschule - für Ludwig Spaenle gelten immer dieselben Rahmenbedingungen, unter denen eine neue Schule gegründet werden kann. Dazu gehört, dass sie dauerhaft eine Überlebenschance hat - unabhängig davon, wie stark die Schülerzahlen schwanken. Außerdem müssen die bestehenden Schulen bereits an ihre Kapazitäten stoßen, sodass ein etwaiger Schüleranstieg nicht mehr aufgefangen werden kann. Und zuletzt darf die neue Schule die bestehenden Einrichtungen nicht gefährden.

Gerade, was den dauerhaften Bestand einer neuen Realschule anbelangt, sieht der Kultusminister schwarz. Denn die für den Landkreis "deutlich zurückgehenden Schülerzahlen" würden diesen Punkt eher zweifelhaft erscheinen lassen. Auch sind die Kapazitäten an den bestehenden Realschulen nach den Worten von Spaenle längst nicht ausgeschöpft. Im Gegenteil: Im bayernweiten Vergleich sei die Auslastung sogar "weit unter dem Schnitt".

Auch wenn sich Spaenle im Gespräch mit der NR zu keiner Prognose hinreißen lassen wollte, so ließ er doch durchblicken, dass die Voraussetzungen nicht ideal seien. Das gelte es jetzt aber im Detail zu prüfen. Am 15. Januar habe deshalb seine Verwaltung beim Landratsamt in Neuburg entsprechende Zahlen angefordert. Bis gestern sei das Schreiben jedoch unbeantwortet geblieben. »Leserbriefe zum Thema Seite 30

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Ein Artikel von
Claudia Stegmann

Neuburger Rundschau
Ressort: Lokalnachrichten Neuburg

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