Freitag, 26. Mai 2017

05. November 2015 06:00 Uhr

Neuburg

Spaziergang zu weihnachtlichen Miniaturen

In Neuburg wird es zum ersten Mal einen Krippenweg geben. Was Peter Stowasser einzigartiges geschaffen hat.

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Das Hexenhaus in der Münz nach alten Fotografien war Peter Stowassers Vorbild für diese zauberhafte Kastenkrippe. Lange hatte der Neuburger Krippenbauer nach einem passenden Motiv in der Ottheinrichstadt gesucht.
Foto: Barbara Würmseher

Neuburg Neuburgs Innenstadt wird im Dezember nach einem ganz neuen Plan zu durchwandern sein. An 24 Stationen in der Unteren und der Oberen Stadt gibt es dann nämlich reichlich Gelegenheit, das Gefühl von Weihnachten aufzuspüren – folgt man dem Krippenweg. Was in vielen Orten bereits zelebriert wird, bietet nun auch die Ottheinrichstadt – organisiert von Angelika Burghart vom Ordnungsamt – heuer erstmals an: einen Rundgang, bei dem zauberhafte Miniaturwelten ganz unterschiedlicher Art das Christkind im Stall zum Thema haben. Traditionelle, alpenländische und auch orientalische Krippen werden dann gezeigt, aber auch Krippen, die man so nicht erwartet: etwa ein Mini-Exemplar aus Schokolade oder eine künstlerisch gestaltete Papierkrippe.

Einzigartig sind wohl die beiden Exemplare aus der Werkstatt des Neuburger Krippenbauers Peter Stowasser. Er hatte sich vor einem Jahr vorgenommen, ein Neuburger Motiv darzustellen – jetzt sind es sogar zwei geworden. „Baue zur Ehre Gottes, aber baue aus deiner Heimat“ ist ein Grundsatz, den Stowasser darin verwirklicht hat.

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Viele Male ist er durch die Obere Stadt gewandelt mit wachem Blick, um das Motiv schlechthin zu entdecken. Es hat eine Weile gedauert, aber schließlich stand er vor der Alten Münz, vor dem Hexenhaus mit seinem Torbogen, und war begeistert: Das sollte seine Neuburg-Krippe werden. Mit alten Fotos von Stadtheimatpfleger Roland Thiele ausgestattet machte sich Peter Stowasser ans Werk. Das filigrane Pflaster war eine ebenso große Geduldsarbeit wie die 3000 fingernagelgroßen Schindeln, die Stowasser für die Dächer abgezwickt hat. Laternen, die jetzt den Innenhof erleuchten, gibt es nicht zu kaufen. Sie sind Handarbeit wie auch die vielen kleinen Fensterläden, Zaunlatten, die Fahne, die aus dem Giebelfenster flattert, der knorrige Obstbaum, der seine Zweige ins Blickfeld reckt und alle anderen liebevollen Details. Herausgekommen ist ein heimeliges Szenario, das für Maria, Josef und das Jesuskind einen wahrlich idyllischen Rahmen bietet.

Sein zweites Neuburg-Motiv ist wohl nicht ganz so augenfällig. Wer aber den Radweg zum Arcoschlösschen kennt, dem sind auch die beiden dort liegenden Grotten ein Begriff. Mit ihnen als Vorbild hat Stowasser eine Naturkrippe gestaltet, in deren Höhlen er die Heilige Familie eingebettet hat wie auch einen schlafenden Schäfer. Während das Grundmotiv – die Geburt des Heilands mit Maria, Josef, Ochs und Esel – sich naturgemäß überall ähnelt, sind dem Ideenreichtum der Krippenschöpfer keine Grenzen gesetzt. Und so darf man mit Spannung viel Überraschendes auf dem ersten Neuburger Krippenweg erwarten. Und das sind die einzelnen Stationen:

Station eins: Start des Rundgangs ist auf dem Schrannenplatz – mit welcher Krippe steht noch nicht fest.

Station zwei: Im Schaufenster des Bekleidungshauses Brenner (Schrannenplatz 127) wird wohl Peter Stowassers Grotten-Krippe zu sehen sein.

Station drei: Die Bäckerei Göbel (Schrannenstraße 54) zeigt eine alte Krippe aus dem Familienbesitz.

Station vier: Im Geschäft „Küchenmamsell“ (Schrannenstraße 52) stellt Inhaber Maximilian Schubert aus, der selbst Krippenbauer ist.

„Keramik Kober“ (Schlagbrückchen C6) ist Station fünf.

Das Café Huber (Elisenplatz 38) gestaltet Station Nummer sechs.

Betten Kunze (Pferdstraße 44) ist Station Nummer sieben.

Station acht: In der Heilig-Geist-Kirche gibt es eine Traditionskrippe zu sehen, die von Kindern gebastelt ist und an der immer weiter gebaut wird.

Station neun: Bei Elektro Linzi (Hirschenstraße 164) wird eine Arbeit des Hollenbacher Krippenbauers Richard Haberle gezeigt.

Die Bäckerei Kaltenstadler (Hechtenstraße 139) beteiligt sich ebenfalls am Krippenweg und ist Station zehn.

Bei Spielwaren Habermeyer (Färberstraße 90) können Wanderer auf dem Krippenweg Station elf einlegen.

Station zwölf: Im „Chez Chocolat“ (Färberstraße 4) gibt es im Schaufenster eine Krippe zum Vernaschen. Sie misst 12 auf 14 Zentimeter.

Station 13: Der Krippenbauer Herbert Nadler aus Schrobenhausen zeigt eine seiner Arbeiten bei Mode Keidler (Schmidstraße 117).

Die Marienapotheke (Schmidstraße 132) wird ein Schaufenster ebenfalls weihnachtlich mit einer Krippe dekorieren. Dort ist Station 14.

Schlosserei Leinfelder (Mazillisstraße 146) wird als 15. Station mit einer selbst gebauten Krippe aufwarten.

Station 16: Im Geschenke-Laden „Ideenquell“ (Rosenstraße 102) wird Ute Patel-Mißfeldt eine kunstvoll gestaltete Papierkrippe zeigen.

Betten Lierheimer (Luitpoldstraße 75) – Station 17 – wird Schauplatz einer Arbeit des Südtiroler Schnitzers Anselmo Plancker.

Im Café Gerstner (Luitpoldstraße 78) gibt es eine Krippe aus dem Privatbesitz der Inhaber-Familie zu sehen. Es ist die 18. Station.

Station 19: Auch Blumen Fürst (Münchner Straße 11) zeigt im Schaufenster eine eigene Krippe.

Noch einmal gibt es eine Arbeit des Krippenbauers Haberle zu sehen, nämlich bei Station 20, dem Modehaus Bullinger (Münchner Straße 4).

Station 21: Die Bäckerei Schlegl (Franziskanerstraße 201) gestaltet eine Krippe aus Honigkuchenteig.

Die Kirche St. Augustin (Franziskanerstraße 217B) ist Station 22. Dort gibt es eine über 60 Jahre alte Jahreskrippe zu sehen.

Station 23: Helga Kuglers Krippe gibt es in der Kirche St. Peter (Amalienstraße A 25) zu bewundern.

Und den Schlusspunkt bildet als 24. Station die Hofkirche, in der Meßner Hermann Bögler wieder die Traditionskrippe in Szene setzt. (wüb)

Info Ergänzend zum Krippenweg gibt es in der Markthalle am Schrannenplatz viele weitere Exemplare zu entdecken, die dort in einer Ausstellung zusammengetragen werden.

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Barbara Würmseher

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