Spielzeit 2013 steht fest. Michael Hofmann inszeniert erstmals neben Horst Vladar Von Barbara Würmseher

Und so soll es auch mit der 44. Inszenierung weiter gehen, die im Sommer 2013 auf die Bühne des Stadttheaters gebracht wird. In einer Pressekonferenz stellten gestern das Intendanten-Ehepaar Annette und Horst Vladar, KO-Vorsitzender Anton Sprenzel und Kulturamtsleiterin Kathrin Jacobs die neue Produktion vor.
Zwei Einakter werden es sein (siehe auch unten stehende Kästen), die einmal mehr weitgehend unbekanntes Musiktheater ins Rampenlicht rücken werden. Neu ist, dass erstmals das Werk einer Komponistin – nämlich der Französin Sophie Gail – mit dabei ist. Und neu ist ebenfalls, dass nicht nur Intendant Horst Vladar Regie führen wird, sondern auch Bariton Michael Hofmann, den man von zahlreichen früheren Aufführungen her kennt. Er wird die Opéra-comique „So ein Glück“ inszenieren.
Horst Vladar gab zudem bekannt, dass er Michael Hofmann langfristig als seinen Nachfolger aufbauen will. Der 71-jährige Chef der Kammeroper hat keinen fixen Zeitpunkt, wann er sich zurückziehen möchte, zieht es aber vor, beizeiten die Weichen zu stellen. „Und Michael hat Interesse“, freut er sich.
Die beiden Einakter haben die Vladars bei mühsamer Internet-Recherche und Besuchen in Archiven ausgegraben und übersetzt. „Diesmal sind wir im niederländischen Gemeente-Museum in Den Haag fündig geworden“, erzählte Vladar.
Die Vorarbeit ist oft zeitraubend, da man einer 800-Seiten-Partitur nicht unbedingt auf den ersten Blick ansieht, ob das Stück, das dahinter steckt, sich für die Gegebenheiten in Neuburg eignet. Räumliche Voraussetzungen, Besetzung und vieles mehr müssen passen. „Manchmal ist die Geschichte nicht gut, oder aber szenisch nicht umsetzbar“, stellt Horst Vladar dann mitunter fest.
Von den beiden nächstjährigen Einaktern aber ist er überzeugt. Auch die Besetzung steht so gut wie fest und wird erneut zahlreiche bekannte Gesichter und Stimmen ins Stadttheater bringen. „Wir wollen unserem Publikum auch 2013 zeigen, dass Oper nichts Abschreckendes hat“, so der Intendant. „Wir wollen den Leuten ein Lächeln auf die Lippen zaubern – das ist das Wesentliche am Theater!“
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