Umstellung von analogen Satellitenempfängern läuft auf Hochtouren. Stichtag ist der 1. Mai.

Neuburg Elektromeister Herbert Förg ahnt schon, wie er die Tage rund um den 1. Mai verbringen wird: Immer auf Achse, von einem Haushalt zum nächsten hetzen – und immer mit demselben Auftrag: „Hilfe! Mein Fernseher funktioniert nicht mehr! Bitte bringen Sie meinen Fernseher wieder zum Laufen“. So oder so ähnlich werden sich dann bei Herbert Förg und seinen Kollegen viele TV-Kunden melden, die am 1. Mai buchstäblich in die Röhre schauen und rot sehen, weil sie in ihrem TV-Gerät nichts mehr sehen außer schwarz.
Schon jetzt haben die Elektro- und Fernsehhändler und Servicetechniker alle Hände voll zu tun, denn viele TV-Kunden reagieren inzwischen auf die fast permanenten Warnungen im Bayerischen Fernsehen. Dort wird immer wieder eindringlich darauf hingewiesen, dass am 30. April das analoge Satelliten-Fernsehen abgeschaltet wird. Betroffen sind im Augenblick in Bayern rund 500 000 Haushalte.
Doch obwohl schon seit Monaten immer wieder darauf hingewiesen und geraten wird, dass man sich rechtzeitig um eine Lösung kümmern soll, nahmen und nehmen nicht alle Betroffenen diesen Ratschlag ernst.
Herbert Förg weiß inzwischen auch, warum sich viele gar nicht angesprochen fühlen: „Nicht alle wissen, dass sie eine analoge Satellitenantenne haben.“ Häufig sind gerade ältere Menschen nicht ausreichend informiert oder denken, es werde sich schon auch ohne ihr eigenes Zutun irgendwie alles regeln. Das kann ein Irrtum sein, denn wer nicht bis zum 30. April seine Technik umgerüstet hat, der sitzt am 1. Mai vor einem schwarzen Bildschirm. Und dann – da ist sich Herbert Förg schon heute ganz sicher – dann geht „der Ansturm erst richtig los“.
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