Erzeugergemeinschaft für Qualitätskartoffeln stellt ihre Imagekampagne vor.


Bayern ist mit einer Anbaufläche von 45 000 Hektar zwar das zweitgrößte Kartoffelanbaugebiet innerhalb Deutschlands, doch so richtig angenommen wird die Knolle von den Verbrauchern immer noch nicht. Dabei eignet sich das Nachtschattengewächs bestens für eine gesunde Ernährung. Die Mär von der Kartoffel als Dickmacher ist längst widerlegt. Um der Bevölkerung die hohe Qualität des Produktes stärker ins Bewusstsein zu rufen, arbeitet der Bayerische Bauernverband (BBV) zusammen mit Erzeugern und den Vermarktungsbetrieben intensiv an der Umsetzung einer regionalen Marke. Bis es gelinge, die „Bayerische Kartoffel“ als Markenzeichen für ein Designprodukt zu entwickeln, bedürfe es zwar noch etliche Schritte, „wir sind aber dennoch bereits auf einem guten Weg“, sagte Johann Graf, Referent für Kartoffeln beim BBV und Geschäftsführer der Landesvereinigung, bei der Vorstellung des Vermarktungskonzeptes im Rahmen der Mitgliederversammlung des Erzeugerringes für Qualitätskartoffeln Oberbayern Nord sowie der Erzeugergemeinschaft für Qualitätskartoffeln Neuburg-Schrobenhausen und Umgebung im Gasthaus „Zu Müllers“ in Winkelhausen.
Ob Spargel aus Schrobenhausen, Erdbeeren, Hopfen aus der Hallertau oder Nürnberger Bratwürste, regionale Produkte liegen hoch im Kurs. Davon soll nun endlich auch die Kartoffel profitieren. Unter dem Logo „Bayerische Kartoffel“ wurde deshalb ein Siegel entworfen, das als Kennzeichnung dem Verbraucher die Erzeugung hierzulande signalisiert. Um die Kartoffel in die Regale der einzelnen Märkte zu bekommen, bedürfe es einer verstärkten Werbung, sagte Graf. Im Moment rechnet er mit einem Lizenzvolumen von 150000 Euro. Dies sei zwar nicht unbedingt ein Riesenbudget, für den Anfang aber dennoch ausreichend. Dass die Erzeuger diesbezüglich selbst einen Obolus zu leisten haben, sei unstrittig.
Welche Probleme die Kartoffel-Erzeuger derzeit haben, welche Ziele sie sich setzen und was die Werbekampagne bei den Verbrauchern bewirken soll, lesen Sie in der Dienstagsausgabe der Neuburger Rundschau.
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