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10. Februar 2012 13:30 Uhr

FC Ingolstadt

Rückkehr in die alte Heimat

Tomas Oral trifft als Trainer des FC Ingolstadt auf seinen früheren Klub FSV Frankfurt. Für ihn spielt das aber nur eine untergeordnete Rolle Von Roland Geier

Nein, ein Spiel unter besonderen Vorzeichen sei die heutige Auswärtspartie gegen den FSV Frankfurt nicht, sagt Tomas Oral und muss dabei grinsen. Denn ernst kann der Trainer des FC Ingolstadt das nicht meinen. Dafür liegt zu viel Brisanz im Aufeinandertreffen der Schanzer mit den Hessen. (18 Uhr).

Zum einen ist da die rein sportliche Situation. Beide Teams kämpfen momentan in der zweiten Fußball-Bundesliga nur um eines: den Klassenerhalt. Zwei Punkte trennen den 15. der Tabelle (Frankfurt) vom 16. (Ingolstadt). Frankfurt stellt die schwächste Heimmannschaft der Liga, Ingolstadt die schwächste Auswärtsmannschaft.

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Zum anderen ist da die persönliche Situation von Trainer Oral und seinem Frankfurter Gegenüber Benno Möhlmann, die der Partie eine zusätzliche Würze verpasst. Denn für Oral ist das Spiel eine Rückkehr in seine alte Heimat. Sechs Jahre lang spielte der 38-Jährige für den FSV, vier weitere Jahre war er als Trainer für den Klub aktiv. „Es war eine schöne Zeit in Frankfurt, die ich nicht missen möchte. Aber das werde ich am Freitagabend ausblenden“, erklärt Oral.

Ähnlich ergeht es Benno Möhlmann auf der Gegenseite. Beim Hinspiel (1:1) saß er noch auf der Trainerbank der Ingolstädter, heute Abend dirigiert er die Mannschaft aus Frankfurt von der Seitenlinie. „Natürlich kennt Benno Möhlmann unsere Mannschaft aus seiner Zeit in Ingolstadt schon ganz gut. Ich glaube aber nicht, dass das unbedingt ein Vorteil ist. Seither hat sich bei uns viel getan, in der Winterpause sind einige neue Spieler zu uns gestoßen“, sagt Oral und fürchtet sich nicht vor dem „Insider–Wissen“ Möhlmanns.

Für ihn zählt heute gegen Frankfurt nur eines: „Wir müssen punkten, punkten, punkten und alles investieren, um schnellstmöglich aus dem Tabellenkeller rauszukommen.“ Ein guter Anfang dafür war das erste Spiel des Jahres am vergangenen Wochenende, als der FC 04 dem Tabellenführer Düsseldorf immerhin ein 1:1-Unentschieden abrang. „Genau mit der gleichen Einstellung, Konzentration und Leidenschaft müssen wir auch in das Spiel gegen Frankfurt gehen“, fordert Oral und hofft, dass sein Team gegen den FSV den ersten Auswärtssieg der Saison einfahren kann.

Auch dafür wurde in der Winterpause der Ingolstädter Kader bekanntlich gehörig aufgerüstet – mit Ralph Gunesch, Adam Nemec, Manuel Schäffler, Florian Heller und Marc Hornschuh kamen fünf Neuzugänge. Die Integration der „Neuen“ sei kein Problem, meint Oral: „Fußball ist nicht so kompliziert, wie er manchmal hingestellt wird. Wichtig ist, dass die Charaktere der Jungs passen. Davon sind wir überzeugt und das hat sich schon im ersten Spiel gezeigt. Das Gerüst steht und mit jedem Erfolgserlebnis wird es noch besser.“

Wen von den Neuzugängen er gegen Frankfurt auflaufen lassen will, verriet Oral im Vorfeld der Partie wie üblich noch nicht. „Es kann Verschiebungen innerhalb des Teams geben“, verkündete er am Mittwoch bei der obligatorischen Pressekonferenz und setzte dabei wieder sein viel- und doch nichtssagendes Grinsen auf. Fakt ist, dass Caiuby und Moritz Hartmann nach ihren Verletzungen zwar wieder auf dem Weg der Besserung sind, aber gegen Frankfurt noch fehlen werden. Abgesehen davon kann Oral personell aus dem Vollen schöpfen.

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