Freitag, 20. Oktober 2017

05. Oktober 2017 23:00 Uhr

ERC Ingolstadt:

Mitchell: „Wir wollen mit Greilinger weiterarbeiten“

Der  Panther-Sportdirektor Larry Mitchell zieht vor dem Auswärtsspiel in Mannheim ein erstes Fazit. Zudem spricht er über das „Phänomen“ Thomas Greilinger

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Klare Ansage: Panther-Sportdirektor Larry Mitchell (oben) möchte den auslaufenden Vertrag mit Thomas Greilinger (unten) gerne verlängern.
Foto: Imago/Xaver Habermeier

Mit 17 Punkten aus den ersten neun Partien ist der ERC Ingolstadt ordentlich in die DEL-Saison 2017/2018 gestartet. Zudem weisen die Panther in der Statistik aktuell die wenigsten Gegentore (17) auf. Mit dieser Ausbeute rangiert das Team von Cheftrainer Tommy Samuelsson aktuell auf Rang vier. Vor der Auswärtspartie am Freitag bei den Adlern Mannheim (19.30 Uhr), zu der Brett Olson in den Kader zurückkehren wird (Petr Taticek fällt dagegen weiterhin aus), haben wir mit Sportdirektor Larry Mitchell unter anderem über den bisherigen Saisonverlauf sowie die Personalie Thomas Greilinger gesprochen.

Herr Mitchell, wie fällt Ihr Fazit nach den ersten neun DEL-Begegnungen aus?

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Larry Mitchell: Durchaus positiv! Wir haben die beste Defensive der Liga – was mich besonders freut, da doch viele infrage gestellt hatten, ob das qualitativ reicht, was wir in der Verteidigung haben. Ich selbst hatte diesbezüglich niemals Zweifel. Auch unser Unterzahlspiel funktioniert bereits hervorragend. Was wir aber sicherlich noch mehr benötigen, um letztlich dorthin zu kommen, wo wir hinwollen, sind Tore von unseren ’Topspielern’. Am Dienstag gegen Iserlohn (5:0) haben beispielsweise Brandon Buck und Kael Mouillierat mit ihren ersten Saisontreffern einen Anfang gemacht. Was aber auf der anderen Seite sehr positiv ist, sind die zahlreichen Tore der sogenannten Dritt- oder Viert-Reihen-Stürmer wie Thomas Greilinger, Mike Collins oder Laurin Braun.

Es war von Beginn an Ihr erklärtes Ziel, gerade auf der Torhüter-Position einen gewissen Konkurrenzkampf zu schaffen. Auch wenn es noch sehr früh in der Saison ist: Fühlen Sie sich durch die bisherigen Leistungen von Timo Pielmeier (zwei Shutouts) und Jochen Reimer (einen Shutout) schon ein bisschen in Ihrer Entscheidung bestätigt?

Mitchell: Es war für mich in der Tat von Anfang an klar, dass wir diesen Weg in dieser Spielzeit gehen wollen. Ehrlich gesagt kann ich mich nicht daran erinnern, dass ich selbst schon einmal ein Team gecoacht hätte, das in den ersten neun Partien bereits drei Shutouts auf seinem Konto hatte. In meiner jetzigen Position als Manager ist es natürlich auch eine großartige Sache. Das spricht sicherlich für die Torhüter, aber auch für das Trainerteam, dessen Taktik sowie das Defensiv-Verhalten der gesamten Mannschaft.

Steigerungspotenzial gibt es dagegen zweifelsohne in Sachen Offensive. Es scheint, als hätte noch keine Sturmreihe so richtig zueinandergefunden. Auch das Powerplay ist noch stark ausbaufähig. Ist das, auch im Hinblick auf die vielen Neuzugänge, in diesem frühen Stadium der Saison normal oder hätten Sie erwartet, dass dieser Prozess bereits weiter ist?

Mitchell: Nein, für mich ist das mehr als normal. Natürlich hat man bei der Kaderzusammenstellung gewisse Vorstellungen, dass diese oder jene Spieler miteinander harmonieren könnten. Auf dem Eis schaut es dann manchmal ganz anders aus. Was die Sturmreihen angeht, befinden wir uns sicher noch in der Entwicklungsphase. Ich möchte diesbezüglich mal ein Beispiel nennen: Als Trainer musste ich viel Kritik einstecken, da ich meine Angriffsformationen oft gewechselt habe. In meinen Augen soll aber jeder Stürmer mit jedem spielen können – zumal ohnehin das gleiche Spielsystem vorgegeben ist. Darum sehe ich es nicht wirklich als Problem. Im Gegenteil, zuletzt mussten wir auf Brett Olson und Petr Taticek verzichten, sodass Tommy Samuelsson ohnehin gezwungen war, Veränderungen vorzunehmen. Solche unvorhersehbaren Situationen kommen immer wieder vor. Um eine gewisse Chemie untereinander aufzubauen, dauert es einfach seine Zeit.

Ein Panther-Angreifer, bei dem es derzeit richtig gut läuft, ist Thomas Greilinger (acht Tore, zwei Assists). Sind Sie von seinen starken Auftritten etwas überrascht?

Mitchell: ’Greile’ ist grundsätzlich immer in der Lage, Tore zu schießen. Seine Hände und Torriecher zeichnen ihn als Eishockey-Spieler einfach aus. Von dem her ist es für mich jetzt keine allzu große Überraschung, da er – wie gesagt – immer Tore schießen kann, wenn er entsprechend heiß ist. Auf der anderen Seite ist es in einer solch guten und ausgeglichenen Liga wie der DEL nicht selbstverständlich, dass man in neun Partien acht Treffer erzielt. Mich freut es für ’Greile’ – zumal darunter auch schon einige wichtige Tore waren.

Sein Teamkollege Brandon Buck adelte Greilinger kürzlich im Gespräch mit der NR als „besten deutschen Torjäger in der Deutschen Eishockey-Liga“. Würden Sie das bestätigen?

Mitchell: Ich möchte sicherlich absolut nichts von ’Greile’ wegnehmen. Aber ein Patrick Reimer oder Michael Wolf zählen in meinen Augen auch zu diesem Kreis. Sie haben während Ihrer Karriere – ebenso wie ’Greile’ – immer wieder bewiesen, welches Potenzial sie besitzen. Das sind alles absolute deutsche Ausnahmestürmer.

Der Vertrag von Thomas Greilinger läuft am Saisonende aus. Mal Hand auf’s Herz: Sehen Sie seine momentan starken Vorstellungen sowohl mit einem lachenden als auch – aus finanzieller Hinsicht – weinenden Auge?

Mitchell: Ein weinendes Auge gibt es eigentlich nicht. Wir hatten ja bereits vor dieser Saison ein Interesse daran, weiter mit ihm zusammenzuarbeiten. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Fakt ist, dass wir einen gewissen Etat zur Verfügung haben und mit diesem auskommen müssen. Aber sollte ’Greile’ weiterhin so treffsicher sein wie bisher, wird unser Interesse, ihn in Ingolstadt zu halten, sicher nicht kleiner. Abgesehen davon werden wir Vertragsverhandlungen aber ohnehin nicht öffentlich in den Medien führen (lacht).

Gibt es für Sie eine „Deadline“, bis wann Sie dieses Thema vom Tisch haben wollen?

Mitchell: Grundsätzlich bin ich eigentlich der Meinung, dass man zuerst die Saison zu Ende spielen und sich erst danach an den Verhandlungstisch setzen sollte. Es gibt viele Spieler, die genau so denken – aber andererseits auch Akteure und Agenten, die das frühzeitig geklärt haben wollen. Letztlich gibt es immer zwei Seiten, die zusammenkommen und sich einigen müssen: Klub und Spieler. Und das nicht nur in finanzieller Hinsicht, sondern auch über den Zeitplan. Ich persönlich werde mich jedenfalls nicht unter Druck setzen, was den Zeitpunkt einer Entscheidung angeht.

Gibt es denn vonseiten des ERCI ein Bestreben, dass Greilinger, der aktuell seine zehnte Saison in Ingolstadt absolviert, seine Karriere einmal bei den Panthern beendet?

Mitchell: Es ist natürlich immer eine schöne Geschichte, wenn ein Spieler wie ’Greile’ derart lange bei einem Verein ist. Das gibt es heutzutage sehr selten. Aber wie gesagt, bei solchen Dingen gibt es immer zwei Seiten. Wenn ’Greile’ beispielsweise für sich entscheidet, dass er nochmals wechseln und seine Laufbahn woanders beenden möchte, dann ist das auch legitim. Aber ich denke schon, dass es unser Wunsch ist, ihn noch längerfristig beim ERC Ingolstadt unter Vertrag zu haben. Darauf werden wir aufbauen und dann schauen, was letztlich unter dem Strich herauskommt.

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Ein Artikel von
Dirk Sing

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