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29. April 2011 11:00 Uhr

B 25

Bürger wehren sich gegen Lärm und Gestank

Greiselbacher gehen für geplante Umgehung auf die Straße Von Peter Tippl

Keine „Wutbürger“ bei der Demonstration auf der Bundesstraße 25, sondern Greiselbacher, die endlich Ruhe wollen und die Realisierung ihrer Umgehung verlangen.
Foto: Foto: Peter Tippl

Greiselbach „Lärm macht krank“ oder „wir wollen ruhig leben“ leuchtete auf den T-Shirts der Demonstranten, und mit dem Banner „Abgase und Lärm machen krank“ protestierten die Bewohner von Greiselbach mit einem Schweigemarsch am „Internationalen Tag gegen Lärm“ für ihre Ortsumfahrung. „Das Planfeststellungsverfahren für die Umgehung ist eingeleitet und wir wollen mit unserer Demonstration für eine zügige Umsetzung der Baumaßnahme eintreten“, so Wilburgstettens Bürgermeister Bernhard Kisch.

Großer Zusammenhalt

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Der Zusammenhalt im 200 Einwohner zählenden Ortsteil von Wilburgstetten ist groß, denn alle wünschen sich diese Umgehung. Vor rund 20 Jahren war schon einmal eine Umfahrung von Greiselbach im Gespräch, richtig konkret wurde das Bauvorhaben aber erst mit dem Amtsantritt von Bürgermeister Kisch vor sechs Jahren.

Kisch, gebürtig aus Augsburg, kennt die Situation auf der Bundesstraße 25 nur zu gut. Von Augsburg bis Donauwörth und weit ins Rieser Becken ist die wichtige Verkehrsader in den letzten Jahren intensiv ausgebaut worden, etliche Ortsumfahrungen wurden neu geschaffen.

Täglich 6000 Fahrzeuge

Nur im Fränkischen scheint dies nicht möglich, der Mautausweichverkehr strapaziert die „Romantische Straße“ und rund 6000 Fahrzeuge durchqueren täglich Greiselbach, Dinkelsbühl und Feuchtwangen in Richtung Autobahnkreuz. Die B 25 gehört zu den am höchsten belasteten Straßen in Bayern, führte Kisch in der Begrüßung der Ortsbevölkerung an – und dies bei einem 50-prozentigen Schwerlastverkehr in den Nachtstunden.

Der Bürgermeister verschwieg nicht, dass das Durchfahrtsverbot für den Schwerlastverkehr auf der Bundesstraße für eine gewisse Entlastung sorge und dankte Innenminister Joachim Herrmann sowie Landrat Rudolf Schwemmbauer für deren Einsatz. Gleichwohl ärgerten sich Kisch und sein Gemeinderat über die Formulierung der Regierung von Mittelfranken bei diesem Beschluss. Lediglich von der Fertigstellung der Ortsumgehung Dinkelsbühls sei die Rede und deshalb die Sperrung bis zum 31. Dezember 2016 befristet.

Das Planverfahren in Greiselbach sei weit fortgeschritten und die Trasse gesichert, der Ausbau ist im vordringlichen Bedarfsplan und könnte schon bald realisiert werden. Zur Untermauerung dieses Anliegens hatte die Gemeinde deshalb zu einer Demonstration aufgerufen. Angeführt von den Kindern, Ortssprecher Thomas Joas und Bürgermeister Kisch, zogen die Bürger über die von der Polizei gesperrte Bundesstraße.

Stauungen in beiden Richtungen

Rund 2,5 Kilometer Rückstau in südlicher Richtung nach Fremdingen und 1500 Meter Fahrzeugschlange in Richtung Dinkelsbühl bildete sich während des Demonstrationszuges durch Greiselbach.

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