Donnerstag, 25. Mai 2017

19. Mai 2017 20:00 Uhr

Interview

Daumendrücken live im Stadion

Die FCA-Freunde Rieskrater sind einer der größten Fanclubs des Augsburger Fußball-Bundesligisten. Warum der Vorsitzende Roland Zühlke fest an den Klassenerhalt glaubt

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Wenn die FCA-Freunde Rieskrater unterwegs sind, herrscht meistens gute Stimmung. In der Mitte hinter der Fanclub-Fahne der Vereinsvorsitzende Roland Zühlke aus Heroldingen (mit Bart).
Foto: Stefan Seitz

Landkreis Der Rieser Fanclub des FC Augsburg „FCA-Freunde Rieskrater“ wurde im Mai 2011 gegründet, drei Monate vor dem ersten Spiel des FC Augsburg in der 1. Bundesliga. Zwei Tage vor dem sechsjährigen Bestehen des Fanclubs und am letzten Spieltag der Saison droht dem FC Augsburg die Relegation. Wir haben mit Roland Zühlke, dem Vorsitzenden des Fanclubs, gesprochen.

Die Spannung im Fanclub ist mit Sicherheit groß. Wo werden Sie das Spiel verfolgen?

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Zühlke: Wir haben einen Bus für 55 Leute nach Hoffenheim gebucht und ich werde live im Stadion sein, ebenso wie die meisten meiner Vorstandskollegen. Einige Mitglieder der FCA Fans Nordschwaben sind auch dabei.

Wie viele Mitglieder haben die FCA-Freunde Rieskrater und wie oft fahren sie zu Auswärtsspielen?

Zühlke: Momentan haben wir 141 Mitglieder, davon haben 54 eine Dauerkarte. Damit sind wir einer der größten Fanclubs des FCA. Unser Einzugsgebiet umfasst das Ries und Augsburg. Wir fahren regelmäßig nach München, sowie im Zusammenspiel mit dem Fanclub Nordschwaben nach Frankfurt. Darmstadt und Ingolstadt standen auch auf dem Programm, doch durch den Abstieg werden diese Spiele in Zukunft fehlen. Dafür kommt wieder Stuttgart, zu denen wir auch immer gefahren sind.

Wann begann bei Ihnen diese Saison die Sorge, dass dem FC Augsburg ein Abstiegskampf bevorsteht?

Zühlke: Mir und vielen im Fanclub war eigentlich die ganze Runde klar: Wir spielen gegen den Abstieg. Trotz des zwischenzeitlichen Vorsprungs hat sich daran nichts geändert, da gegen Ende der Saison Ergebnisse zustande kommen, die man nicht für möglich hält. Immerhin haben wir es noch in der eigenen Hand. Kämpfen, laufen und sich reinbeißen – das hat den FC Augsburg immer ausgezeichnet. In den vergangenen Monaten ist das etwas abhanden gekommen. Nunmehr ist diese Mentalität zurück. Halil Altintop, der uns vor einigen Wochen besuchte, sah das ebenso.

Was erwarten Sie beim Spiel gegen die TSG?

Zühlke: Ich denke, wir werden in Hoffenheim einen guten Auftritt haben und ein Unentschieden erkämpfen. Wir haben zwei überragende Torhüter und für ein Tor sind unsere derzeitigen Stürmer immer gut. Wir werden wohl aus der sicheren Defensive spielen und vorne versuchen, ein Tor zu schießen. Ein bisschen hängt es ja auch vom HSV ab. Bei so viel Dusel der Hamburger muss irgendwann aber auch Schluss sein.

Was halten sie vom Trainerwechsel im Dezember 2016? Trägt das Management eine Teilschuld daran, dass es jetzt noch eng wird?

Zühlke: Der Abgang von Schuster war schon sehr nebulös. Auch wir wissen nichts zu den Hintergründen. Man wusste, als man Schuster holte, dass er sehr defensiv und konterorientiert spielt. Genug Punkte hat er auch geholt, deshalb denke ich, dass da etwas anderes vorgefallen sein muss, das zu seiner Entlassung führte. Die Verpflichtung von Manuel Baum geschah aus der Not heraus, denn Schuster und sein Trainerteam müssen schließlich weiter bezahlt werden.

Was würde ein Abstieg für den FC Augsburg und die FCA-Freunde Rieskrater bedeuten?

Zühlke: Einer Statistik zufolge würde der Abstieg für den FCA einen Verlust von gut 20 Millionen Euro Fernsehgeldern bedeuten. Das wäre natürlich ein wirtschaftlich harter Schlag. Andererseits ist es auch ein Anreiz für die Spieler – ihnen ist klar, dass der Abstieg mit Gehaltseinbußen verbunden wäre. Bei einem Abstieg würden die Zuschauerzahlen drastisch sinken. Was das angeht, fordere ich seit Jahren: Bei nicht ausverkauften Spielen sollten die Fanclubs ein paar Freikarten an Kinder und Jugendliche verteilen können. Die als Begleitung mitfahrenden Erwachsenen müssen natürlich zahlen. Andere Vereine laden seit Jahren Jugendmannschaften zu ihren Spielen ein. Sollte es ja zum Abstieg kommen, ändert sich im Fanclub wenig in punkto Dauerkarten: Drei der 54 Dauerkartenbesitzer haben ihr Abonnement nicht verlängert, die frei gewordenen Dauerkarten haben aber direkt andere Mitglieder unseres Fanclubs übernommen.

In der Relegation wartet mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit Eintracht Braunschweig. Bei den letzten drei Begegnungen ging Augsburg als Sieger vom Platz, zuletzt 2014. Ist Braunschweig ein Wunschgegner?

Zühlke: Ich gehe fest davon aus, dass es nicht zur Relegation kommen wird. Falls aber doch, wäre Braunschweig ein Gegner, mit dem der FC Augsburg gut klarkommt.

Interview: Philipp Wehrmann

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