Montag, 22. Januar 2018

14. Januar 2018 09:48 Uhr

Verkehr

Doch keine Brücke

Die Planungen für den Neubau der dreispurigen B25 wurden verändert. Das bestätigt Stefan Scheckinger vom Staatlichen Bauamt. Der Mittelweg soll doch angeschlossen werden. Von Bernd Schied

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An der Abzweigung Balgheim/Grosselfingen sollen weder eine Brücke noch eine Unterführung gebaut werden. Die Beibehaltung der bestehenden Kreuzung wird angestrebt, bestätigt Stefan Scheckinger vom Staatlichen Bauamt.
Foto: Dieter Mack

Trotz der Klagen der Stadt Nördlingen und von Landwirt Georg Schabert gegen die sogenannte „Brezl-Lösung“ zur Anbindung des Reimlinger Heuweges (wir berichteten) will das Staatliche Bauamt Augsburg so schnell wie möglich einen Großteil der Bundesstraße 25 zwischen Möttingen und Nördlingen ausbauen. Dazu beitragen soll der Verzicht sowohl auf eine Brücke an der Abzweigung Balgheim/Grosselfingen, als auch auf eine Unterführung an dieser Stelle. Stattdessen wird eine weitgehende Beibehaltung der bestehenden Kreuzung angestrebt, allerdings mit versetzten Auffahrten auf die Bundesstraße in beide Richtungen. Entsprechende Informationen der Rieser Nachrichten bestätigte gestern der neue Bereichsleiter für den Straßenbau beim Staatlichen Bauamt, Stefan Scheckinger. Entgegen früheren Überlegungen ist zudem geplant, den sogenannten Mittelweg aus Richtung Reimlingen weiter in der bisherigen Form in die Bundesstraße einmünden zu lassen.

Auf dem rund 1,4 Kilometer langen Abschnitt von der Abzweigung nach Enkingen bis zur Kreuzung Balgheim/Grosselfingen sehen die Überlegungen den dreispurigen Ausbau mit zwei Spuren in Richtung Nördlingen vor. Die 1,8 Kilometer vom Mittelweg bis zur Einmündung in den Heuweg werden dann wieder dreispurig mit zwei Fahrbahnen nach Möttingen. Der Bereich der „Brezl“ bleibt zunächst wegen des laufenden Klageverfahrens außen vor.

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Wie Scheckinger betonte, gehe es seiner Behörde in erster Linie darum, auf der Strecke Möttingen-Nördlingen eine verkehrliche Situation zu schaffen, „die den Autofahrern etwas bringt“. Nicht zuletzt wegen des starken Schwerlastverkehrs bestehe in diesem Abschnitt ein hoher „Überholdruck“, den es abzubauen gelte. Dafür sei die „2+1“ gut geeignet. Auf die Frage, wann mit den Bauarbeiten dieser einfacheren Variante begonnen werden könne, meinte Scheckinger: „Ich denke, dass wir damit schnell zurande kommen.“

Der Anstoß für die neue Entwicklung kam offenbar vom CSU- Bundestagsabgeordneten Ulrich Lange. Schon seit geraumer Zeit missfällt dem Nördlinger Verkehrspolitiker das Hin und Her um den Straßenausbau Richtung Möttingen. Bekanntlich hatte er auch Unverständnis über die Klage der Stadt Nördlingen gegen die „Brezl-Lösung“ geäußert.

Lange selbst wollte im Gespräch mit unserer Zeitung seine direkte Einflussnahme auf die neuen Vorschläge nicht explizit bestätigen, aber auch nicht dementieren. Er sagte: „Aus meiner Sicht müssen jetzt einfache Lösungen her, die bei der Bevölkerung Akzeptanz finden und möglichst wenig Fläche verbrauchen. Im Kreuzungsbereich Grosselfingen und am Mittelweg auf einen höhengleichen Ausbau zu verzichten und die derzeitige Situation zu belassen, halte ich für eine gute Lösung.“

Drei Spuren auf der B25 zu haben, ist nach Überzeugung Langes von großer Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung der Region. Dass es diese auf den Verkehrswegen rund um Nördlingen noch nicht gebe, habe die Stadt bereits schmerzhaft zu spüren bekommen. Ein Automobilzulieferer hätte sich Ulrich Lange zufolge gerne auf dem Gelände der früheren Firma Kathrein angesiedelt. „Das Unternehmen sagte letztlich ab, weil ihm die infrastrukturelle Anbindung Nördlingens zu schlecht ist. Das wären 150 bis 250 neue Arbeitsplätze gewesen.“

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