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02. Juli 2009 18:40 Uhr

Expansions-Durst gestillt

Oettingen/Braunschweig (hum) - Das Oettinger Brauhaus ist bereits die größte Privatbrauerei Deutschlands. Jetzt vergrößerte sich das Unternehmen noch einmal um 20 Prozent: Die Braunschweiger Feldschlößchen-Brauerei vom dänischen Bierkonzern Carlsberg geht an die Oettinger über.

Oettingen/Braunschweig (hum) - Das Oettinger Brauhaus ist bereits die größte Privatbrauerei Deutschlands. Jetzt vergrößerte sich das Unternehmen noch einmal um 20 Prozent: Zum 1. August geht die Braunschweiger Feldschlößchen-Brauerei vom dänischen Bierkonzern Carlsberg an die Oettinger über, der Notarvertrag ist bereits besiegelt. Günter Kollmar, Chef der Oettinger Brauerei, begründete den Kauf gegenüber unserer Zeitung: "Die Lage der Brauerei ergänzt sehr gut unser Netz und passt in das Konzept unserer Gruppe." Carlsberg begründete den Verkauf als "Teil der Optimierung der europäischen Netzwerkstruktur". Der Konzern will sich in Deutschland auf die profitableren Markennamen konzentrieren.

Die Biermarke Feldschlößchen bleibt aber unverändert bei der Carlsberg-Tochter Holsten und wird nun von der Oettinger Brauerei für den dänischen Konzern hergestellt. Laut Oettinger-Chef Günter Kollmar wird derzeit mit Carlsberg verhandelt, in Braunschweig auch noch die Marken Holsten und Astra der Carlsberg-Tochter Holsten zu brauen. Des Weiteren übernahm die Oettinger Gruppe von Carlsberg die Biermarke 5.0, die ebenfalls in Braunschweig gebraut wird, jetzt allerdings als Marke der Oettinger Brauerei.

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In Braunschweig selbst ändert sich also nichts, Marken und Brauverfahren bleiben unverändert. Das Brauhaus Oettingen erwarb neben der Brauerei auch noch die Marke 5.0 sowie Lieferverträge für Lidl, Aldi und Rewe für deren hauseigene Marken. Die Braunschweiger Brauerei ist derzeit mit einem Ausstoß von knapp zwei Millionen Hektolitern pro Jahr gut ausgelastet, weshalb es innerhalb der Oettinger-Gruppe nicht zu großen Produktionsverlagerungen kommen werde. In Braunschweig werden Mehrwegflaschen, Dosen und PET-Flaschen abgefüllt. Bisher gab es bei Oettinger noch keine PET-Abfüllung. "Hier öffnet sich für uns ein neuer Markt", so Kollmar.

Die 160 Arbeitsplätze in Braunschweig seien aufgrund der Auslastung sicher, wenngleich sich die Oettinger Brauerei noch eine Standortanalyse vorbehalte.

Dies könne aber laut Kollmar durchaus auch bedeuten, dass man die Kapazität ausweite, weitere Anlagen installiere und neue Arbeitsplätze schaffe.

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