Nach einer heftigen Explosion in einem Nördlinger Einfamilienhaus hat die Polizei jetzt erste Hinweise auf die Unfallursache.

In einem Nördlinger Einfamilienhaus ist es am Dienstagabend zu einer heftigen Explosion gekommen. Es werden sogar statische Schäden am Gebäude befürchtet.
Die vier Einwohner des Hauses saßen gerade im Wohnzimmer im ersten Stockwerk, als es gegen 20 Uhr zu einer Explosion im Badezimmer kam. Ein Dachfenster wurde wurde samt Eindeckrahmen herausgerissen und in den Garten geschleudert. Der Türstock der Eingangstüre und des Badezimmers wurden herausgedrückt.
Im Badezimmer enstanden erhebliche Schäden an den Wänden. Es sind sogar statische Schäden am ganzen Haus zu befürchten. Der Schaden wird derzeit mindestens auf 50.000 Euro geschätzt. Zwei Männer erlitten bei der Explosion leichte Verletzungen.
Beamte der Kriminalpolizeiinspektion Dillingen sowie Spezialisten und Gutachter des Bayerischen Landeskriminalamtes waren am Mittwoch nochmals vor Ort, um die Schadensursache, die anfangs völlig unklar war, festzustellen.
Nach ersten Erkenntnissen wurde in dem betroffenen Badezimmer ein mobiler, elektrischer Heizstab betrieben. Derzeit wird davon ausgegangen, dass beim Betrieb des Gerätes nicht der nötige Sicherheitsabstand zu brennbaren Gegenständen eingehalten wurde. In der Nähe des Heizgerätes dürfte sich auch eine Spraydose befunden haben, welche durch den Betrieb stark erhitzt wurde. Es besteht die Möglichkeit, dass diese selbst explodierte und die erheblichen Schäden anrichtete.
Darüber hinaus könnte der Inhalt der Dose auch ausgegast sein und zusammen mit der Raumluft ein explosives Gasgemisch gebildet haben, welches dann wiederum durch die Hitze des Heizstabes zur Verpuffung gebracht wurde. Am Donnerstag werden weitere Untersuchungen zur Klärung des Sachverhalts durchgeführt. (AZ)
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