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10. August 2008 14:25 Uhr

Gegen die Armut und das Elend im Alter

Einen Kreisverband wollten sie gründen, ein Arbeitskreis ist es geworden - die RRP (Rentnerinnen- und Rentner-Partei) setzten damit einen ersten Fuß in den Landkreis Donau-Ries. Die politischen Schwerpunkte der besonders in Bayern beheimateten Partei sind die Themen Renten, Gesundheit, Bildung.

Donauwörth (kgr) - Einen Kreisverband wollten sie gründen, ein Arbeitskreis ist es geworden - die RRP (Rentnerinnen- und Rentner-Partei) setzten damit einen ersten Fuß in den Landkreis Donau-Ries. Die politischen Schwerpunkte der be-sonders in Bayern beheimateten Partei sind die Themen Renten, Gesundheit, Bildung.

Derzeit rund 1500 Mitglieder hat die RRP, davon allein in Bayern 1000. Landesvorstände gibt es noch in Baden-Würtemberg, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen, in allen anderen Bundesländern sind sie in Vorbereitung. Das große Ziel: Zur Europa- und zur Bundestagswahl deutschlandweit präsent sein.

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Und es mangelt den Senioren weder an Engagement noch an Kampfgeist. In Bayern treten sie bereits zur Landtagswahl im September an, wenn auch noch nicht überall mit Direktkandidaten. Ihr Ziel sind soviel Stimmen, das sie für die kommenden Wahlkämpfe in die Parteienfinanzierung kommen.

Kämpferisch auch die Stimmung unter den Anwesenden im Tanzhaus-Restaurant. Der Bezirksvorsitzende Dr. Manfred Link referierte über die Ziele der Seniorenpartei. Mit ihm waren gekommen der Kreisvorsitzende von Aichach-Friedberg, Norbert Rohr, der Kreisvorsitzende von Augsburg, Umberto Wöhrle, und Joachim Preuß, Schriftführer im Bezirksverband. "Rentner haben keine Lobby" - niemand der 24 Anwesenden mochte Link da widersprechen. Sie alle fühlen sich allein gelassen von der großen Politik, verhöhnt durch Altbundespräsidenten und Schlossherrn Herzog, durch den Kakao gezogen von jüngeren CDU-Abgeordneten, wie sie sagen.

So fordern sie ein anderes Rentensystem nach Schweizer Vorbild, in das jeder einzahlt, eine Grundrente und vor allem Schluss mit den Fremdleistungen, die aus dem Rentensystem bezahlt werden, von der deutschen Einheit bis hin zu Altersrenten für Spätaussiedler, die nie Beiträge gezahlt haben. Sie setzen thematische Schwerpunkte bei Ge-sundheit und Bildung, plädieren für die Gesamtschule und ein gebühren-freies Erststudium.

Vier Parteieintritte kann Manfred Link an diesem Abend verbuchen. Eine Vorstandswahl wird es dennoch nicht. Ein Arbeitskreis der RRP konstituiert sich mit Friedrich Prell aus Nördlingen und dem Ehepaar Grosshauser aus Hainsfarth. Ihre Aufgaben: Werbung neuer Mitglieder und Gründung eines eigenen Kreisverbandes möglichst noch in diesem Jahr. Die RRP ist im Landkreis angekommen...

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