Donnerstag, 2. Oktober 2014

03. Februar 2013 19:47 Uhr

Heli-Girls Nördlingen

Gut verkauft, doch es hat nicht gereicht

Das Heimspiel gegen den TSV 1880 Wasserburg geht mit 63:77 verloren. Am Ende fehlt die Kraft Von Otto Riedelsheimer

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Die Kubanerin Yadira Francis Ferrer machte eine gute Figur, doch die Heli-Girls hatten in der Schlussphase gegen Wasserburg den kürzeren Atem.
Foto: Jochen Aumann

Aus der Traum vom fünften Heimsieg gegen den TSV Wasserburg in Folge: Die Heli-Girls Nördlingen Donau-Ries unterlagen gestern Nachmittag in der Hermann-Keßler-Halle dem Tabellenführer der DBBL, den Damen von TSV Wasserburg, nach einem spannenden Spiel am Ende mit 63:77. Da gleichzeitig alle Verfolger unterlagen, vergrößerte sich nach dem 15. Spieltag der Vorsprung der Oberbayern auf sechs Punkte. Für die Heli-Girls ändert sich zunächst nichts: Sie stehen hinter Halle und Wolfenbüttel auf Rang vier, allerdings nun punktgleich mit Osnabrück und Freiburg.

Aufregende 40 Minuten mit verdientem Sieger

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Nach aufregenden 40 Minuten waren sich die Experten einig: Wasserburg war der verdiente Sieger, mit größerem Potenzial an starken Spielerinnen. Nicht nur, dass die Amerikanerin Cannon, mit 18 Punkten und 14 Rebounds schwer zu bändigen ist, mit Thoresen, der wendigen Malteserin, mit Fikiel, Barnert und Breitreiner hat Wasserburg eine für die Liga überragende erste Fünf, die durch die weiteren Ausländerinnen Dalembert, Sten und Gray wie die Deutsche Brunckhorst gut ergänzt werden. Die Heli-Girls hatten einen schwachen Start und ließen sich im ersten Viertel ziemlich vorführen. Es folgten zwei tolle Viertel auf Augenhöhe mit dem Favoriten. Am Ende reichte die Kraft nicht mehr.

Es war sicherlich eine gesunde Rivalität, die beide Mannschaften beflügelten, die bayerische Vorherrschaft zu beweisen. Dabei hatten die Gäste, die in dieser Saison schon in der Euroleague international tätig waren, die größere Routine im hart geführten Match. Insbesondere Henderson, für ihre Dreier bekannt, wurde enorm geackert. Und auch Richter, Korpivaara und Rego hatten wenig Raum zur Entfaltung.

Unter dem Korb von Wasserburg standen mit der 1,95-Meter-Frau Fikiel und dem Sprungwunder Cannon enorme Hindernisse. Hier machte die Kubanerin Francis Ferrer bei den Heli-Girls die beste Figur. Sie konnte die Hälfte ihrer Korbversuche erfolgreich abschließen und fischte auch einige Offensivrebounds. Insgesamt war die Reboundbilanz der Nördlinger angesichts der körperlichen Überlegenheit der Gegnerinnen nicht schlecht. Dass sie am Ende mehr Wurfversuche hatten als Wasserburg, beweist dies. Doch Wasserburg hatte die sicheren Werferinnen.

Wasserburg war im ersten Viertel schneller im Spiel. Zwar gelang Richter mit einem Dreier und Rego nach Systemspiel das schnelle 5:2, doch dann agierten eigentlich nur die Gäste. Breitreiner machte Tempo im Angriff und traf aus allen Lagen, sodass die Heli Girls schnell in Rückstand gerieten. Und da ihre Würfe aus der Distanz allesamt danebengingen, führten die Wasserburger nach zehn Minuten mit 18:9.

Dann stabilisierten sich die Nördlingerinnen in der Mannverteidigung. Sie nahmen die Härte an und wurden in der Offensive stärker. Wasserburgs Coach Wernthaler nahm erstmals eine Auszeit (18:27, 15. Minute). Die zweite Nördlinger Attacke folgte ab dem 18:31, als Fanny Szittya mit Dreier, Korpivaara nach Steilspiel und erneut Szittya auf 25:31 verkürzten. Carina Högg und Korpivaara warfen zum 29:35-Halbzeitstand. Das zweite Viertel ging mit 20:17 an die Gastgeberinnen. Die Partie blieb offen, denn im dritten Viertel verkürzten die Heli-Girls weiter. Henderson erhöhte mit fünf Punkten auf 36:39, Richter mit zwei Dreiern und Ferrer gelang in der 28. Minute der 47:47-Ausgleich. Nach 30 Minuten führte Wasserburg dann wieder dank Cannon mit 49:47. Dazwischen lagen tolle zehn Minuten mit hartem Einsatz von beiden Seiten. Doro Richter punktete nicht nur selbst, sondern hielt auch ihre Nationalmannschaftkameradin Breitreiner in Schach.

Wieder hatte Nördlingen den kürzeren Atem

Wieder musste das letzte Viertel die Entscheidung bringen und wieder hatten die Nördlinger Damen den kürzeren Atem. Während sich die Ballverluste häuften, liefen Cannon und Barnert immer heißer. Sie erhöhten auf 57:67 (37. Minute). Nördlingen kam nochmals auf 61:68 heran, als Henderson erfolgreich zum Korb zog. Am Ende hieß es 63:77, als auch der eingewechselten Nachwuchsspielerin der Gäste, Wolf, noch ein Dreier gelang. Die Heli Girls hatten sich gut verkauft, doch es reichte nicht zum Erfolg. Sie müssen sich ihre notwendigen Punkte von anderen Gegnern holen.

Statistik: Heli Girls: Rego 4, Kucera, Richter 19 (4 Dreier), Szittya 5 (1), Högg 2, Bondarenko 2, Korpivaara 10, Ferrer 14, Thalhofer, Henderson 7 (1). Fouls 17, Freiwürfe 7 von 11 erfolgreich (64%), Wurfquote Zweier 38%, Dreier 26%. Wasserburg: Wolf 3 (1), Breitreiner 14, Barnert 17, Thoresen 9, Dalembert 6, Fikiel 8, Sten 2, Gray, Brunckhorst , Cannon 18 (14 Rebounds).

Bei uns im Internet: Bilder vom packenden Spiel der Heli-Girls unter www.rieser-nachrichten.de

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