Nördlingen/Donauwörth Knapp 40 Kinder, Jugendliche und Betreuer von Wasserwacht und Jugendrotkreuz aus Nordschwaben hatten sich auch in diesem Jahr wieder zum "Abenteuer Siedeln" angemeldet. Bereits im Vorfeld freuten sich die Teilnehmer auf das abwechslungsreiche Workshop-Programm. Zur Auswahl standen Bewerbungstraining, Walderkundungen, Pralinenherstellung, Selbstverteidigung, Percussion und vieles mehr.
Beim Großzeltlager in der Umweltstation Unterallgäu standen vor allem das Handeln und die Wirtschaft im Vordergrund. Hierzu wurden die gut 500 Kinder und Jugendlichen aus allen Kreisverbänden Schwabens in die fünf Handelsstädte London, Kairo, Sao Paulo, Tokio und Chicago eingeteilt. Nachdem jede Handelsstadt selbstständig ihre Staatsform aus den gängigen Modellen (Monarchie, Demokratie, Kommunismus etc.) ausgewählt hatte, wurden das Startkapital und die Ressourcen alias Bau- und Bastelmaterial aufgeteilt. Durch die Teilnahme an verschiedenen Workshops, die Mithilfe bei Reinigungsdiensten und gute Platzierungen bei den Tagesaufgaben konnte in den folgenden Tagen das Kapital gut aufgebessert werden.
Doch Vorsicht: Schlechte Deals mit dem Schwarzhändler, überteuert bei der Weltbank eingekauftes Material und eine schlechte Steuerpolitik konnte eine Handelsstadt schnell in die roten Zahlen bringen. Besonderes Interesse brachten die Jugendlichen auch bei der Politikdiskussion mit verschiedenen Vertretern von Parteien zum Thema "Wirtschaftskrise" mit. (RN)
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