Mittwoch, 22. Mai 2013

25. Mai 2011 10:00 Uhr

Firmenporträt

Mack will weiter wachsen

Die Bäckerei erzielt ein Fünftel ihres Umsatzes im Ries. Man setze auf ehrliches Handwerk, gutes Marketing und Cafés

Nördlingen/Auhausen Acht von 40 Filialen der Bäckerei Mack liegen im Verbreitungsgebiet der Rieser Nachrichten. 63 Mitarbeiter bedienen laut Firmenchef Hans-Günther Mack in diesen acht Filialen monatlich 90000 Kunden. Damit entfalle rund ein Fünftel des Umsatzes von zuletzt 18,7 Millionen Euro auf dieses Marktgebiet.

Im laufenden Jahr will Mack den Umsatz des 1925 in Aufhausen gegründeten Betriebs um sieben Prozent steigern. 1983 hatte der 52-Jährige die Bäckerei in dritter Generation übernommen und noch im selben Jahr eine erste Filiale eröffnet. Weitere folgten.

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Bäckercafés eröffnet

Eine qualitative Veränderung schuf Mack 1996. Der Meister eröffnete das Bäckercafé in der Bopfinger Hauptstraße mit 30 Sitzplätzen. „Damit konnte ich die Objektkosten auf sieben statt nur sechs Tage umlegen und zusätzliche Kunden gewinnen“, begründet der Bäcker und Konditor seine Initiative. 2009 kam im Nördlinger Rübenmarkt ein zweites von mittlerweile zehn Cafés mit je 45 Sitzplätzen innen und außen hinzu.

„Aufgrund der Wirtschaftslage fahren die Leute seltener in Urlaub, gönnen sich aber im Alltag eher mal etwas“, erklärt Hans-Günther Mack den Erfolg seiner Cafés. Mittlerweile umfasst sein Vertriebsradius 40 Filialen von Crailsheim bis Günzburg und von Nördlingen bis Schwäbisch Gmünd.

Im Jahr 1999 wurden moderne Räume am Stammsitz in Westhausen eingeweihten. Nach Mitteilung der Bäckerei produzieren dort sieben Bäckermeister, 34 Gesellen und 65 Helfer nahezu rund um die Uhr täglich frisch aus regionalen Zutaten und nach alter Tradition für die monatlich 456000 Kunden. Ein Fünftel des Umsatzes entfalle auf Edelgastronomie in elf Häusern. Laut Pressemitteilung beliefert die Bäckerei Mack auch den FC Bayern München sowie ICE-Züge der Bahn AG.

Vorigen Winter, so berichtet Hans-Günther Mack, hat er den Weihnachtsmarkt von Chicago beliefert. Die Medien in den USA hätten sich um den Bäcker, der Zimtsterne, Christstollen und Früchtebrot ins Land brachte, gerissen. Und im Südwesten der USA reiche das Aufsehen dafür, dass Mack nun wohl für Weihnachtsmärkte eine Zulassung erhalte, die er zuvor jahrelang vergeblich beantragt habe.

Vorreiter beim Sonntagsverkauf

Der Handwerker, der 1995 entscheidend daran beteiligt war, das Sonntagsverkaufsverbot zu Fall zu bringen, sieht sich nicht nur als Vertriebsprofi: Ehrliches Handwerk und Bewahrung der Schöpfung seien Triebfedern seines Handelns, weshalb sein Unternehmen auf den vier Säulen Qualität, Leidenschaft, Können und Freude ruhe. Den Worten will der Chef, der vom Feinschmecker über Slow Food bis zu Bioland Auszeichnungen und Zertifikate habe, Taten folgen lassen: Alles Mehl komme aus kontrolliertem Anbau aus der Region, verwendet würden hochwertigste Olivenöle, das energetisch aktivierte Wasser fließe aus dem eigenen Brunnen und sämtlichen Teigen bleibe die natürliche Reifezeit zum Gehen. (pm)

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