Sperrbezirke in Alerheim und Balgheim ab sofort aufgehoben Von Sebastian Musolf

Von Sebastian Musolf
Alerheim/Balgheim Nachdem die Veterinärabteilung des Landratsamtes Donau-Ries bereits für Alerheim Entwarnung geben konnte (RN berichteten), gilt jetzt auch Balgheim als frei von der Rinderseuche BHV1. Die vor drei Wochen in zwei Mastbetrieben in Alerheim und einem Milchviehhof in Balgheim ausgebrochene Tierkrankheit, die für den Menschen ungefährlich ist, hat sich nicht weiter ausgebreitet. Sämtliche Blut- und Milchproben, die in allen Beständen in den beiden Ortschaften im Rahmen einer Nachuntersuchung genommen wurden, fielen negativ auf den Erreger, das Bovine Herpes-Virus 1, aus.
„Ab sofort wird in beiden Ortschaften der eingerichtete Sperrbezirk aufgehoben“, sagt Veterinärdirektor Dr. Ekhard Sälzle. Die Bauern dürfen dort wieder ihre Gülle ausbringen und Rinder an- und verkaufen, ohne vorher die Genehmigung des Fachbereichs Veterinärmedizin einholen zu müssen.
Seit Oktober 2011 galt die Rinderseuche BHV1 in Bayern als ausgemerzt, die EU-Komission hat den Freistaat als „BHV1-frei“ eingestuft. Dies erleichtert den Viehhandel in Länder, in denen die Seuche ebenfalls erfolgreich bekämpft wurde. „Nach meinem momentanen Kenntnisstand ist der Status BHV1-frei nicht in Gefahr – dies wird jedoch in Brüssel entschieden“, berichtet Sälzle.
Die genaue Ursache der Seuche konnte bisher nicht geklärt werden. Es wird vermutet, dass das Virus über Zukäufe ins Ries kam. Die Ermittlungen ergaben jedoch keinen konkreten Hinweis.
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