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Landkreis Donau-Ries: Rinderseuche kehrt nach Bayern zurück

Landkreis Donau-Ries

Rinderseuche kehrt nach Bayern zurück

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    Rund 360 Rinder -Fleckvieh so wie hier auf dem Bild-müssen im Landkreis Donau-Ries gekeult werden. Sie sind mit dem Bovine Herpes-Virus 1 infiziert
    Rund 360 Rinder -Fleckvieh so wie hier auf dem Bild-müssen im Landkreis Donau-Ries gekeult werden. Sie sind mit dem Bovine Herpes-Virus 1 infiziert Foto: dpa/oh

    Seit Oktober 2011 galt die Krankheit im gesamten Freistaat Bayern offiziell als ausgemerzt, nun ist sie doch wieder da: Die Rinderseuche BHV1 hat Tiere im Ries befallen. Dabei handelt es sich um eine Erkrankung mit dem Bovinen Herpes-Virus 1. Auf zwei Bullenmastbetrieben in Alerheim und einem Zucht- und Milchviehhof in Balgheim wurde der Großteil der dortigen Rinder positiv auf das Virus getestet.

    Bei Rindern kann die Infektion zu schweren Atemwegserkrankungen, Fruchtbarkeitsstörung und teilweise zum Tod führen. „Das Virus ist für Menschen jedoch völlig ungefährlich“, erläutert Dr. Ekhard Sälzle, Veterinärdirektor am Landratsamt Donau-Ries. Um eine mögliche Ausbreitung einzudämmen, müsse der gesamte Viehbestand auf den drei betroffenen Höfen getötet werden – dies betrifft rund 120 Tiere je Betrieb. „Die Herden werden gekeult, damit andere Tiere nicht gefährdet werden können“, erklärt Sälzle. „Wir wollen die Seuche so schnell wie möglich ausmerzen, sie darf sich nicht wieder ausbreiten“, fügt er an.

    Die Fachabteilung Veterinärmedizin und Verbraucherschutz am Landratsamt tappe momentan noch im Dunkeln, auf welchem Wege die Seuche ins Ries eingeschleppt wurde. Sollten nach der Keulung der drei infizierten Herden weitere Fälle in der Region auftreten, sei eine andere Strategie nötig, sagt Sälzle. „Eine Impfung wäre möglich.“ Seine Behörde rät allen Landwirten, bei Zukäufen derzeit äußerste Vorsicht walten zu lassen oder ganz darauf zu verzichten.

    Betriebsfremden Personen sollten vor dem Betreten des Stalles saubere Stiefel und Schutzkleidung zur Verfügung gestellt werden.

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