Donauwörth Ein Bündnis aus mehreren Kreisräten, Initiativen und Privatpersonen hat in den vergangenen Wochen über 1000 Unterschriften gegen die Gründung einer Service GmbH für das Küchen- und Reinigungspersonal in den Kliniken und Seniorenheimen des gemeinsamen Kommunalunternehmens (gKU) im Donau-Ries-Kreis gesammelt.

Bekanntlich kritisiert die Soziale und Ökologische Fraktion (DSÖF) im Kreistag die inzwischen installierte Service GmbH, weil durch diesen Schritt Lohndumping möglich würde. Der Landkreis habe hier eine Vorbildfunktion und dürfe diese "Mode" nicht mitmachen, so Fraktionsvorsitzender Hubert Renelt (Grüne).
Das Ergebnis der Unterschriftenaktion sei der Beweis dafür, "dass viele Leute genauso denken wie wir", so Initiatorin und Kreisrätin Marianne Ach (Grüne). Die Unterschriften seien in verschiedenen Orten des Landkreises gesammelt worden: in Donauwörth, Nördlingen, Rain, Harburg und Bäumenheim. An der Aktion beteiligt waren neben Ach und Renelt auch die Kreisräte Sonja Dürr (Frauenliste) und Jürgen Adler (50plus aktiv).
KAB mit dabei
Die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) brachte sich ebenfalls ein, wie die Donauwörther Ortsvereins-Vorsitzende Renate Starek schildert: "Wir hätten noch viel mehr Unterschriften sammeln können." Die KAB setze sich immer wieder gegen die Privatisierung bislang staatlicher Aufgaben ein und lehne die Gründung von Tochtergesellschaften in Form von Service-Firmen grundsätzlich ab. Es sei allein die Aufgabe des Staats, für die Daseinsvorsorge seiner Bürger zu sorgen: "Privatwirtschaftliche Unternehmen haben dagegen die Verpflichtung, Gewinne zu erwirtschaften."
Die Unterschriften-Aktion soll laut Renelt bewirken, dass die zuständigen Gremien "mittelfristig das Thema doch noch einmal neu bewerten". Die Gründung der Service GmbH dürfe nicht als endgültig abgehakt werden, so der Appell an die anderen Fraktionen im Kreistag.
Lob für Neudert
Lobend erwähnt Marianne Ach in diesem Zusammenhang den Donauwörther Oberbürgermeister Armin Neudert. Für den kämen in den städtischen Betrieben Auslagerungen und "Billiglohnbeschäftigung" nicht infrage. (wwi)
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